Handball-Landesliga

TGR gegen WHO - ein brisantes Duell im Keller

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Völlig losgelöst: Der Rotenburger Phillip Debus kommt zum Wurf. Die Szene stammt aus der Partie der TGR gegen Hünfeld, die die Rotenburger mit 26:24 gewannen. Es war der bislang letzte Heimsieg des Teams von Robert Nolte. 

Wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht: Das Kreisderby in der Handball-Landesliga zwischen der TG Rotenburg und der HSG Werra WHO ist zum Kellerduell geworden.

Rotenburg – Anwurf ist am Samstag um 17.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle.

Während die WHO seit Saisonbeginn Schlusslicht ist, zuletzt aber einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte und Spitzenreiter Vellmar beim 26:26 am Rand einer Niederlage hatte, ist die TGR mit nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Partien auf den drittletzten Platz abgerutscht. Zuletzt gab es das 28:31 bei Fuldatal/Wolfsanger.

„Das wird ein emotionales, spannendes Spiel“, ist sich Rotenburgs Trainer Robert Nolte sicher. „Die WHO wird mit breiter Brust zu uns kommen, sie hätte Vellmar schlagen können. Die Mannschaft hat sich top entwickelt, hat mit Antonio Jelusic auf Halblinks eine echte Bank dazubekommen.“

Worte, die bestätigen, was Nolte im nächsten Atemzug sagt: „Wir werden nicht den Fehler machen, die WHO zu unterschätzen.“ Doch auch mit der eigenen Mannschaft war Nolte nicht unzufrieden. „Mit der Leistung von Fuldatal haben wir gute Chancen, zu gewinnen“, stellt er klar – und verweist nochmals darauf, dass für ihn unverständliche Schiedsrichterentscheidungen die TGR in der Sporthalle an der Eichhecke auf die Verliererstraße schickten.

Verzichten muss Rotenburg weiterhin auf Jonas Barzov, der an der Schulter operiert wird. Boze Balic wurde im Training geschont, Simon Golkowski hat nach seiner Grippe das Training wieder aufgenommen.

„Das war ein cooles Ding“, sagt Jörg Fischer, der Trainer der WHO, und meint damit natürlich den unerwarteten Punktgewinn gegen Vellmar. „Aber gegen Rotenburg“, das weiß auch Fischer, „wird es ein ganz anderes Spiel. Rotenburg spielt komplett anders als Vellmar.“

Fischer und sein Team wissen um die robuste Abwehr und die Angriffswucht, die die TGR entwickeln kann. Und die Botschaft, dass die Mannschaft für ihren Auftritt bei Fuldatal mehr Lob als Kritik erhielt, ist auch angekommen.

„Sie verschleppen gern ein bisschen das Tempo“, glaubt Jörg Fischer und will, dass seine Mannschaft auf ihre Stärke, also das schnelle Spiel, baut.

Personell sieht es für die WHO nicht besser als in der Vorwoche aus. Frantisek Chyba hat die Gehhilfen zur Seite gelegt, fällt aber wohl noch bis zu drei Wochen aus. Der Einsatz von Nebojsa Raljic, den eine Muskelverletzung plagt, klärt sich laut Fischer kurzfristig. „Wir wissen unsere prekäre Situation gut einzuschätzen“, sagt Jörg Fischer. Es ist ein brisantes Kellerduell. Robert Nolte sagt: „Es ist angerichtet.“

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