Handball-Landesliga

TGR-Trainer Nolte: „Wir wissen, was wir können“

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Wiedersehen mit Marc Imberger: Hier trägt der heutige Wehlheider noch das TGR-Trikot. 

Platz zwei in der Handball-Landesliga der Männer – das blieb, wie nicht anders zu erwarten war, eine schöne Episode für die TG Rotenburg.

Rotenburg – Sechs Tage lang war sie erster Verfolger des Spitzenreiters HSG Großenlüder/Hainzell, bis der sie in Rotenburg mit 34:29 in ihre Schranken wies.

Am Sonntag nun fährt die TG Rotenburg als Tabellensechster zum Zehnten TG Wehlheiden. 12:8 Punkte hat das Team von TGR-Trainer Robert Nolte auf dem Konto, 7:13 der Aufsteiger aus Kassel.

Ein Blick auf die jeweiligen Torverhältnisse legt den Schluss nahe, dass beide Teams leistungsmäßig viel dichter beieinander liegen, als es ihre Zählerstände vermuten lassen: Die TGR hat in jeder ihrer bisherigen zehn Saisonpartien im Schnitt 28,7 Treffer erzählt, die TGW sogar 28,9. Dafür schneiden die Wehlheidener bei den Gegentoren mit 28,7 gegenüber den 27,6 der TGR ein wenig schlechter ab.

Ein Nachteil für den Landesliga-Rückkehrer ist, dass er seine Heimspiele nicht in der vertrauten Kasseler Königstorhalle austragen kann. Die wird renoviert. Deshalb ist das Team von Trainer Steve Winterhoff in die Waldauer Sporthalle an der Stegerwaldstraße umgezogen.

Prompt gingen die beiden ersten Heimspiele gegen Baunatal mit 25:26 und gegen damals noch stärkere Wanfrieder mit 29:33 verloren. Seitdem aber setzte es mit dem 30:36 gegen Tabellenführer Großenlüder/Hainzell nur noch eine Heimniederlage.

Auch dieses Ergebnis zeigt im Quervergleich, dass sich die Rotenburger und die Wehlheider durchaus auf einem vergleichbaren Niveau bewegen. Die TGR hat bislang allerdings weit mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht und war zur Stelle, wenn sich die Chance zum Punkten ergab.

Beim jüngsten Auftritt in der Waldauer Sporthalle hat allerdings auch die TG Wehlheiden gezeigt, dass sie die Gunst der Stunde nutzen kann. Denn gegen einen an diesem Tag von Ausfällen gebeutelten und indisponierten TV Hersfeld gewann sie überraschend und hoch 32:23.

Das zeigt den Rotenburgern, dass mit halber Kraft beim Aufsteiger nichts zu holen sein dürfte. Allerdings haben sie sich in der laufenden Runde meist als Mentalitätsmonster präsentiert. Und das lässt für Sonntag hoffen.

In Nicolas Bachmann, der sich allerdings im Spiel gegen den TV Hersfeld verletzt hat, und in Danny Körber, der gegen Ende der Serie 2018/19 von der SVH Kassel kam, haben die Wehlheider ihre erfolgreichsten Werfer. Drittbester TGW-Schütze ist Marc Imberger. Ihn kennen die Rotenburger aus seiner erfolgreichen Zeit bei der TGR.

„Die Wehlheider hatten im Sommer einige Zu- und Abgänge, die mussten sich erst finden“, sagt Robert Nolte über den kommenden Gegner. Dass Nicolas Bachmann seiner TGW zuletzt verletzt gefehlt hat, sei ein herber Verlust: „Er ist in der Abwehr und im Angriff ein wichtiger Spieler bei Wehlheiden.“ Auch Regisseur Christoph Muth („Sehr schnell, sehr agil, ein guter Anspieler an den Kreis“) und der wurfgewaltige Halbrechte Benjamin Gunkel („Er ist eine Waffe im Rückraum“) genießen Noltes Wertschätzung.

„Die Wehlheider können auch eine gute, robuste 6:0-Abwehr stellen. Aber wir haben nicht an Selbstvertrauen verloren. Die Niederlage gegen Großenlüder war am Dienstag im Training schnell aufgearbeitet. Wir wissen, was wir können und wir haben gut trainiert“, stellt Robert Nolte zuversichtlich fest.

Er hofft, wieder in Bestbesetzung antreten zu können. Petar Cutura, der zuletzt beruflich verhindert war, sollte wieder dabei sein. Er war vom jungen Lukas Günther auf dem rechten Flügel gut vertreten worden.

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