2. Liga: Kirchhof feiert mit 32:22 über Travemünde den zweiten Saisonsieg

Toller Zwischenspurt

Die Siegerfäuste der Viktoria Marquardt: Die Kreisläuferin im Kirchhofer Rückraum war mit fünf Treffern und einer starken Leistung am klaren SG-Sieg beteiligt. Im Hintergrund applaudieren Sabrina Weiß (l.) und Lena Hildebrandt. Foto: Kasiewicz

melsungen. Auf einmal lief‘s. Wie am Schnürchen. Fast schon berauschend. Vergessen der Wackler vor der Pause, weg gefegt die eigene Unsicherheit vor des Gegners Tor und ihrer starken Wächterin. Von 12:10 (30.) auf 19:10 (38.) zogen die Handball-Damen der SG 09 Kirchhof unwiderstehlich davon und legten damit die Basis zum zweiten Sieg im dritten Spiel der 2. Liga, dem 32:22 (12:10)-Erfolg über den TSV Travemünde.

„Wir haben den Ball wieder laufen lassen“, erklärte SG-Trainer Weiß die frühe Vorentscheidung nach 40 Minuten, wozu er Entscheidendes in Form einer beruhigenden Halbzeitansprache beigetragen hatte. Erstmal runterkommen, Nervosität ablegen und dann wieder die eigenen Stärken ausspielen, lautete seine Botschaft, die ankam.

Die 6:0-Deckung stand wie eine Wand, ließ kaum eine Chance zu, bei der dann Torfrau Nilla Oross zur Stelle war. Und die Ballgewinne wurden zu pfeilschnellen Tempogegenstößen über Christin Kühlborn oder Jana Pollmer genutzt. Im Positionsangriff führte Viktoria Marquardt von der rechten Rückraumposition klug Regie, sprang für die etatmäßige Spielmacherin Pollmer in die Bresche, die von Cathrin Weh rausgenommen wurde.

Eine Maßnahme von Gästetrainer Sören Jeppesen, die in der ersten Halbzeit noch halbwegs gegriffen hatte, die Lübbeckerinnen von 11:6 (21.) auf 11:9 (26.) herankommen ließ. Aber auch weil sich Katrin Strauss gegen die Kirchhofer Überlegenheit stemmte und einige glasklare Chancen von Jana Poller, Christin Kühlborn und Inga Trautmann-Klaus zunichte machte. Das nervte, weil der Aufsteiger die Lübeckerinnen spätestens nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von TSV-Neuzugang Simone Larsen Poulsen eigentlich beherrschte, was aber der Halbzeitstand nur unzureichend wiederspiegelte.

Als das Versäumte eindruckvoll nachgeholt war, schlug auch die Stunde der Reservisten, denen Gernot Weiß allesamt eine Chance gab. Die sie durchaus zu nutzen wussten. Sabrina Weiß etwa, die mit feiner Wurftechnik dreimal von Rechtsaußen erfolgreich war. Oder Sophie Steiner, die einen Siebenmeter herausholte, den wiederum die eingewechselte Sandra Kühlborn sicher verwandelte.

Der zweite Anzug saß und brachte den von der überragenden Marquardt nach 45 Minuten herausgeworfen Zehn-Tore-Vorsprung (23:13) sicher und stilvoll über die Runden. Was darauf schließen lässt, dass auch Kirchhofs Auswechselspielerinnen in der Pause ihrem Trainer gut zugehört hatten. • Kirchhof: Oross (12 Paraden/12 Gegentore), Bärthel (ab 42., 3/10); Hildebrandt 1, Dietrich 1, Trautmann-Klaus, Weiß 3, Pollmer 8/3, Ca. Kühlborn, Chr. Kühlborn 6, Heimburg 1, Duknauskaite 6/3, S. Kühlborn 1/1, Steiner, Marquardt 5. Travemünde: Strauss (14/32), Staaß; Wulf, Gahl, Riehl 5/1, Weh 1, Schröder 3, Pohle 3/1, Stapelfeldt, Poulsen 1, Glas 1/1, Wieckberg, Wessoly 3, Aselmeyer 4. SR: Burger/Ganter (Freiburg). Zeitstrafen: 6:12. Siebenmeter: 8/6:5/3.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.