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Topspiel in Gensungen gegen Drittliga-Absteiger

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Von: Ralf Ohm

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Hat sich mit der Kreisläuferposition arrangiert: Gensungens Linksaußen Nino Jedinak, der gegen Bieberau/Modau wohl wieder Hannes Iffert ersetzen muss.
Hat sich mit der Kreisläuferposition arrangiert: Gensungens Linksaußen Nino Jedinak, der gegen Bieberau/Modau wohl wieder Hannes Iffert ersetzen muss. © Pressebilder Hahn

Keine Frage, nach den vorausgegangenen 12:0-Punkten war die 27:29-Derbyniederlage gegen die MT Melsungen II für die ESG Gensungen/Felsberg ein Schlag ins Kontor. „Das Selbstvertrauen hatte gelitten“, gestand Trainer Eidam und erklärte so die völlig überraschende 20:21-Niederlage in Hüttenberg. Ist das Selbstvertrauen vor dem Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen die HSG Bieberau/Modau (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) wieder da?

Gensungen - Für den ESG-Coach schon, der als Indiz die letzten zehn Minuten der Partei gegen den TuSpo Obernburg (29:26) zu rate zieht: „Da haben wir gegen einen richtig starken Gegner mit toller Unterstützung unserer Zuschauer das Spiel noch gedreht.“ Genau daran gilt es gegen den Drittliga-Absteiger anzuknüpfen. Auf dem Feld und auf der Tribüne. Denn: „Bieberau ist eine individuell stark besetzte Mannschaft.“ Frank Eidam meint insbesondere den Zwei-Meter-Mann und drittligaerfahrenen Kreisläufer Thomas Becker sowie den Rückraumrechten Robin Büttner, der eigentlich ein gelernter Flügelspieler ist. Und entsprechend wendig und trickreich den Weg zum Tor sucht. Zusammen mit Rechtsaußen Kevin Kunzendorf haben die beiden 95 der 230 HSG-Tore erzielt. Aber auch die linke Seite mit „Shooter“ Nisse Nerdich (33) und Robin Hübscher (41) fällt da kaum ab.

Schwerstarbeit für die Edertaler Deckung also, die wohl Hannes Iffert (Fußverletzung) im Mittelblock ersetzen muss. Als „Ersatz“ hat sich Hannes Friedrich empfohlen. Und am Kreis Nino Jedinak. „Das passt schon. Ich fühle mich sehr wohl auf dieser Position“, erklärt der gelernte Linksaußen. Die ihm fehlenden Kilos, um allein mit seiner Körpermasse in der Nahwurfzone für Unruhe zu sorgen, will er mit „Spielintelligenz“ wettmachen: „Ich sehe meine Aufgabe darin, die gegnerische Deckung zu nerven. Und das werde ich mit permanenten Hinterlaufen schon schaffen.“

Der Gast ist bis auf den ukrainischen Rückraumlinken Leonid Mikhailiuteko (Bänderriss) komplett. Trotzdem klagt Trainer Rolf König, „dass unser Kader für ein echtes Spitzenteam nicht breit genug ist“. Der Neuaufbau nach dem Abstieg mit sieben neuen Spielern unter einem ebenfalls neuen Trainer („Eine Mammutaufgabe“) trägt nach Startschwierigkeiten mittlerweile besonders in der Deckung Früchte.

Allerdings bekommen die Südhessen zum Ende der Saison noch zwei Minuspunkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls aufgebrummt. Eine Hypothek, die das Gastspiel in Nordhessen noch brisanter macht. „Wir müssen gewinnen, sonst spielen wir den Rest der Saison um die goldene Ananas“, weiß der HSG-Coach.

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