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Torerfolg für jede Feldspielerin: Bad Wildungen gewinnt beim Zweitligisten Werder Bremen 35:24

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Freie Auswahl: Nach rechts oder links? Thea Oby-Olsen (Vipers) stellt sich diese Frage beim ihrem Sprungwurf gegen die Bremer Torfrau Wioleta Pajak an.
Freie Auswahl: Nach rechts oder links? Thea Oby-Olsen (Vipers) stellt sich diese Frage beim ihrem Sprungwurf gegen die Bremer Torfrau Wioleta Pajak an. © Oliver Baumgart

Wenn sich jede Spielerin bis auf die Torfrauen nach einem Handballspiel auch Torschützin nennen darf, kann nur ein Sieg das Resultat sein. Deshalb war Bremen für die Wildunger Vipers eine Reise wert.

Bremen – Die Wildungerinnen gewannen gegen den SV Werder 35:24 (17:10) und zogen in die dritte Runde des DHB-Pokals ein.

Die Spielerinnen des Zweitligisten ließen anfangs zu oft die Nervosität mit in ihr Spiel miteinfließen und das nutzten die konzentriert startenden Wildungerinnen, um schnell deutlich zu machen, wer hier der Erstligist ist. Annika Ingenpaß eröffnete mit zwei Treffern den Torreigen und bereits nach elf Minuten lag die Mannschaft von Tessa Bremmer mit 9:3 in Führung.

Vipers streuen Experimentierphasen ein

Danach entschied sich die Trainerin Experimentierphasen in dieses Spiel miteinzustreuen. So schalteten die Vipers nun für den Rest des Spiels vom 6:0-Verbund in eine offensive Abwehr um und sie mussten sich eingestehen, dass sie dadurch den Bremerinnen anfangs zu viele Wurflöcher geöffnet haben.

„24 Gegentore sind gegen einen Bundesligisten okay, aber gegen einen Zweitligisten zu viel“, betonte Bremmer, die aber froh war, dass „wir in diesem Spiel viele neue Sachen ausprobieren konnten und ich jeder Spielerin viel Spielzeit geben konnte“.

Durch die Anfangsschwierigkeiten der Vipers offensiver in der Defensive zu stehen, kam Bremen innerhalb von fünf Minuten auf 6:9 heran, aber davon ließen sich die Badestädterinnen nicht aus dem Konzept bringen. Ihre Antwort kam schnell: Nun warfen sie drei Tore hintereinander, gleichzeitig schalteten sie damit ein mögliches Bremer Aufbegehren schnell wieder ab. In der Schlussphase der ersten Hälfte zeigte auch die Wildunger Torfrau Manuela Brütsch den rund 200 Zuschauern mit guten Paraden ihre Erstklassigkeit.

Athletische und läuferische Qualitäten ausgespielt

So gingen die Vipers mit einem beruhigenden 17:10 in die Kabine und kamen mit einer neuen Torfrau wieder heraus. Larissa Schutrups stand nun zwischen den Pfosten. Sie musste schnell zweimal hinter sich greifen, aber ihre Teamkolleginnen auf dem Feld spielten von Minute zu Minute ihre athletischen und läuferischen Qualitäten aus.

„Da hat man doch Unterschiede zwischen beiden Mannschaften gesehen, dadurch haben wir auch viele einfache Tore im Gegenstoß gemacht“, sagte Bremmer.

Es ist bekannt, dass die Vipers-Trainerin einen kritischen Blick auf die Leistung ihrer Mannschaft wirft, deswegen bremst sie sich im folgenden Satz selbst aus: „Neben den vielen Gegentoren, haben wir im Angriff zu viele technische Fehler gemacht und in den neu ausprobierten Situationen oft noch keine gute Lösungen gefunden. Aber wenn ich das alles zusammen aufzähle, hört sich das so an, als ob wir schlecht gespielt hätten, das haben wir aber nicht, denn wir hatten auch sehr guten Phasen in unserem Spiel.“

Bremmer: Es wird mal wieder Zeit für ein Heimspiel im Pokal

Dass die Vipers eine starke Vorstellung in der Hansestadt abgeliefert haben, kann man auch aus den Worten den Bremer Trainers Robert Nijdam heraushören: „Wir haben gut gekämpft und hatten starke Phasen im Spiel, unsere Fehler hat Bad Wildungen aber eiskalt ausgenutzt.“

Und spätestens nach dem Tor von Verena Oßwald zum 26:16 Mitte der zweiten Halbzeit wurde auch auf der Anzeigentafel immer mehr ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften sichtbar, sodass das Erreichen von Pokalrunde drei keine Problem mehr bereitet hat.

Einen Wunschgegner für die nächste Pokalpartie hat Bremmer zwar nicht, aber sie äußert einen Spielortwunsch. „Wir hatten im Pokal schon lange kein Heimspiel mehr, es wird mal wieder Zeit.“ (rsm)

HSG Bad Wildungen: Brütsch (30 Spielminuten/9 Paraden), Schutrups (30/5) - Ingenpaß 6, Ruwe 2/2, Hampel 6/2, Oby-Olsen 2, Scheib 3, Symanzik 2, Blase 1, Oßwald 5, Pallas 2, Huhnstock 5, Merck 1.

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