3. Liga

Trainer Arnd Kauffeld im Derby mit Gensungen gegen Baunatal wieder nur Außenseiter

Der erfolgreiche Handballtrainer in seinem Revier: Arnd Kauffeld, der heute im Derby mit Gensungen/Felsberg auf seinen Ex-Klub trifft, den er einst selbst in die 3. Liga hievte.
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Der erfolgreiche Handballtrainer in seinem Revier: Arnd Kauffeld, der heute im Derby mit Gensungen/Felsberg auf seinen Ex-Klub trifft, den er einst selbst in die 3. Liga hievte.

Diese Querverbindung sticht vor dem Derby der 3. Handball-Liga zwischen der ESG Gensungen/Felsberg und Eintracht Baunatal heraus: Arnd Kauffeld, Trainer der Gastgeber, der in beiden Lagern erfolgreich Aufbauarbeit verrichtet hat.

Gensungen/Baunatal – Gefragt nach seiner sportlichen Heimat sagt der 50-Jährige unverzüglich: „Gensungen.“ Und schiebt fast im gleichen Atemzug nach: „Und Baunatal.“ Schließlich erlernte der gebürtige Kasseler sein handballerisches Handwerk bei der Eintracht, bevor er es als Kreisläufer und gefürchteter Abwehrstratege im Edertal zur Blüte brachte (u.a. sieben Jahre in der 2. Liga). Außerdem führte er Baunatal als Coach ab 2004 nach zwei Aufstiegen bis in die 3. Liga. Und blickt entzückt zurück: „Eine Entwicklung, die unheimlich Spaß gemacht hat.“

Und bei der sich auch die Wege mit dem heutigen Eintracht-Coach kreuzten. Dergestalt, dass sein Schützling von einst heute auf der gegnerischen Trainerbank sitzt. „Arnd hat mich damals geholt“, erinnert sich Dennis Weinrich an seinen Wechsel von der HSG Baunatal zur Eintracht im Winter 2011.

Dennis Weinrich nahm von Kauffeld einiges mit

Danach blieben dem damaligen Rückraumspieler zwar nur sechs Monate unter Kauffelds Fittichen, weil der nach der Saison 2010/2011 ein neues Revier als Förster übernahm, was sich mit dem zeitintensiven Trainerjob nicht vereinbaren ließ („Beides ging nicht“). Doch die waren durchaus prägend: „Arnd hat mit uns sehr akribisch gearbeitet. Ich habe da einiges mitgenommen.“

Aus dem „talentierten Straßenhandballer“ (Kauffeld) wurde danach ein gestandener Drittliga-Spieler, der seine Spielerkarriere im Winter 2016 verletzungsbedingt beenden musste. Fünf Regionalliga- bzw. Drittliga-Derbys hat er in dieser Zeit gespielt und ist dabei in Gensungen noch ungeschlagen.

Reibungsloser Übergang zum Trainer

Es folgte der fast reibungslose Übergang vom Spieler zum Trainer. Zunächst als „Co“ von Mirko Jaissle und Florian Ochmann, dann seit 2019/2020 in alleiniger Verantwortung, was Arnd Kauffeld großen Respekt abnötigt: „Ihm ist es gelungen, aus der Mannschaft heraus diese zu führen, was seine Akzeptanz im Team unterstreicht.“

Kauffelds Verdienst ist es, dass Gensungen wieder in der 3. Liga spielt. Dazu war nach dem Abstieg der Edertaler 2013 ebenfalls Aufbauarbeit notwendig, hat doch unter seiner Leitung bei den Edertalern mittlerweile eine (fast komplett) neue Generation das Zepter auf dem Feld übernommen. Mit dem Lokalduell schließt sich der Kreis. „Ich bin total glücklich, dass es dieses Spiel wieder gibt“, sagt der Förster.

An seiner Ausgangsposition hat sich wenig geändert. Mit Baunatal war Gensungen der Platzhirsch, der von 2009 bis 2011 ziemlich bluten musste (zwei Niederlagen bei einem Remis und einem Sieg), mit Gensungen ist es Baunatal, mittlerweile in der zehnten Saison in der 3. Liga. Eine Außenseiterrolle, die Arnd Kauffeld behagt. In der Hoffnung, dass sich am Samstag (19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) Geschichte wiederholt. (ohm)

Service: 

Das Spiel ist im Internet als Livestream für 4,50 Euro auf sportdeutschland.tv, handball-deutschland.tv oder unter dhb.de/livestream sehen. 

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