2. Handball-Bundesliga

Kirchhofs Trainer Weiss warnt vor angeschlagenen und gefährlichen Gegner

Die Kirchhoferinnen Ida Evjen (l.), Nele Zuzic (Mitte) und Hannah Kamp (r.) fiebern dem ersten SG-Heimspiel gegen Rödertal entgegen.
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Vorfreude pur: die Kirchhoferinnen Ida Evjen (l.), Nele Zuzic (Mitte) und Hannah Kamp (r.) fiebern dem ersten SG-Heimspiel gegen Rödertal entgegen.

Das mit der Ausgangsposition ist so eine Sache. Und die schmeckt Gernot Weiss überhaupt nicht. „Wir werden nach unserem Auftaktsieg in Bremen und Rödertals Niederlage gegen Nürtingen in die Favoritenrolle gedrängt“, sagte der Trainer der SG 09 Kirchhof vor dem ersten Heimauftritt des heimischen Handball-Zweitligisten gegen den Tabellensechsten der letzten Saison (Sa. 18 Uhr) Stadtsporthalle).

Kirchhof - Und will sich nicht damit abfinden. Denn: „Das scheint nur so, Rödertal ist angeschlagen und äußerst gefährlich.“Die 22:30-Heimschlappe der Gäste relativiert sich dadurch, dass Nürtingen mit drei Metzinger _Erstliga-Spielerinnen (Zweitspielrecht) angereist war, Weiterhin spielten die Sachsen mit ihrem neuen Trainer Karsten Schneider eine gute Vorbereitung, sind eingespielt und verfügen laut Weiss mit Rabea Pollakowski (links) und Rückkehrerin Anna Frankova (rechts) über die „gefährlichste Flügelzange“ der 2. Liga. Drum gehört die erste Welle auch zu den großen Stärken des ehemaligen Erstligisten, der zudem mit Jasmin Eckart über eine Top-Kreisläuferin verfügt, die ihre Körpergröße von 1,90m effektvoll einzusetzen weiß. All‘ das führt den SG-Coach trotz der guten Stimmung (und Bestbesetzung) im eigenen Lager zu der Schlussfolgerung, „dass wir auf der Hut sein müssen und nur voll konzentriert eine Chance haben.“

Andreas Zschiedrich dagegen nimmt die vermeintliche Außenseiterrolle gerne an. „Das nimmt Druck von unseren Mädels, die sich nun von Spiel zu Spiel steigern können“, sagt der HC-Präsident. Liefert aber auch Argumente für die eigene Zurückhaltung. Mit Spielmacherin Pavlina Novotna (verletzt) fehle der „Kopf“ der Mannschaft, die außerdem auf Rückraumspielerin Julia Mauksch verzichten muss. Umso ungünstiger, dass die zweite Halbrechte im Team, Ann-Cathrin Höbbel, nach ihrem Muskelbündelriss „noch nicht bei 100 Prozent ist“ (Zschiedrich).

SG gegen Rödertal in Bestbesetzung

Kirchhofs neue Linkshänderin im rechten Rückraum hat dagegen gleich im ersten Spiel fulminant eingeschlagen: 13 Feldtore (bei zwei Fehlversuchen) in Bremen sind schon eine Ansage. Die 18-Jährige Klara Schlegel kann‘s nach eigener Aussage gar nicht abwarten, diese Leistung vor eigenem Publikum zu bestätigen. „Klar ist im ersten Heimspiel ein gewisser Druck da. Doch der Sieg in Bremen hat uns viel Selbstvertrauen gegeben“, strahlt die Thüringer Leihgabe Optimismus aus.

Allerdings hat die Konkurrenz das Talent nun wohl auf dem Zettel. „Es wird schwerer für sie“, weiß der SG-Coach. Aber dafür leichter für ihre Nebenleute im Rückraum, die mehr Freiräume erwartet, wenn sich die gegnerische Abwehr auf den Neuzugang fokussiert. Kapitänin Diana Sabljak etwa könnte davon auf der linken Seite profitieren oder auch Ida Evjen, die Norwegerin, die aber nach ihrer Mandelentzündung noch Trainingsrückstand hat.

Als Joker im Angriff entpuppte sich beim Auftakt Greta Kavaliauskaite, die im Mittelblock der 6:0-Deckung gesetzt ist. Eine weitere Angriffsoption, die derzeit für die Gastgeberinnen spricht. Sie aber deshalb nicht zum Favoriten macht.

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