2. Handball-Bundesliga

Trainerfrage bei der SG 09 Kirchhof geklärt: Dragos Negovan macht‘s

Ab der Saison 2021/2022 auf der Trainerbank der SG 09 Kirchhof: der Gensunger Dragos Negovan.
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Ab der Saison 2021/2022 auf der Trainerbank der SG 09 Kirchhof: der Gensunger Dragos Negovan.

Wenn es Punkte für personelle Überraschungen gäbe, könnte sich die SG 09 Kirchhof gleich mal zwei Zähler für die kommende Saison gutschreiben. Denn auf der durchaus schwierigen Suche nach einem Trainer ist der Handball-Zweitligist quasi vor der Haustür fündig geworden: Dragos Negovan, in Gensungen zu Hause, löst den aktuellen Coach Martin Denk ab, der zu Jahresbeginn vom zurück getretenen Gernot Weiss den Trainerstab übernommen hatte.

Kirchhof - Der Überraschungseffekt rührt auch daher, dass der 47-Jährige bisher ausschließlich Männerteams - von 2008 bis 2013 die HSG Gensungen/Felsberg in der Regionalliga und bis 2018 den TV Hersfeld in der Landesliga - trainierte. Für den B-Lizenz-Inhaber kein Problem. „Handball ist Handball, ich erwarte da keine Anpassungsprobleme. Außerdem arbeite ich im Alltag sehr gut mit Frauen zusammen“, verweist er auf seinen Job als Arzthelfer in einer Gensunger Gemeinschaftspraxis. Mit dem Unterhaus hat sich der geborene Rumäne bereits durch zahlreiche Spielbeobachtungen vertraut gemacht.

Nach einer dreijährigen Auszeit freut sich Dragos Negovan auf die neue Herausforderung beim heimischen Traditionsclub. Die besonders darin besteht, dass er, so die Arbeitsplatzbeschreibung von SG-Leiterin Renate Denk, „mit seiner ruhigen und besonnenen Art eine neue Mannschaft aufbauen soll“, die in der 2. Liga konkurrenzfähig ist. Denn den aktuellen Tabellenzwölften erwartet ein radikaler personeller Umbruch (wir berichteten).

Coach vor Neuaufbau

„In Kirchhof wird professionell gearbeitet und trotzdem ist alles sehr familiär“, begründet Negovan seine Zusage. Und kann dabei auch auf familiäre Erfahrungen zurück greifen, denn seine Ehefrau Rocsana, die derzeit den Oberligisten Eintracht Böddiger trainiert, spielte von 2007 bis 2010 recht erfolgreich für die SG.

Auch Ehemann Dragos kann als Rechtsaußen auf eine erfolgreiche Spielerlaufbahn zurück blicken. Seine erste Station in Deutschland war die HSG Baunatal (1997/1998 Oberliga), danach spielte der Linkshänder für den TV Reinheim und von 2001 bis 2008 für den damaligen Zweitligisten Gensungen/Felsberg.

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