3. Liga: Cojocar-Team gewinnt Testspiele

Transfercoup: SV Germania Fritzlar hat langjährige Bundesliga-Spielerin verpflichtet

Freut sich auf die Saison mit dem SV Germania Fritzlar: Neuzugang Lisa-Marie Merck.
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Freut sich auf die Saison mit dem SV Germania Fritzlar: Neuzugang Lisa-Marie Merck.

Da ist die erhoffte Verstärkung für den SV Germania Fritzlar: Eine erstklassige Linkshänderin mit Gardemaß für den Rückraum. Lisa-Marie Merck wurde vom heimischen Handball-Drittligisten verpflichtet.

Fritzlar – „Unsere Mädels sind froh, dass nun auch eine Spielerin mit solch einer Erfahrung dabei ist“, betont der Sportliche Leiter Steffen Schmude. Und weiß mit der 31-Jährigen neben der emsigen Stand-by-Kreisläuferin Hannah Puntschuh um den Faktor Routine bei der Neuerwerbung, die bereits einige Trainingseinheiten mit ihrer neuen Mannschaft absolviert hat. Und hellauf begeistert ist.

„Ich möchte die Mädels mental und emotional unterstützen. Ich sehe viel Potenzial im Team und bin dem Verein dankbar, dass er mir entgegenkommt“, betont Merck, die vor zwei Jahren unter ihrem Mädchennamen Preis ihre Karriere eigentlich verletzungsbedingt beendet hatte. Doch das Knie macht derzeit keine Probleme. Und Fritzlar akzeptierte, dass sie vorerst „nur“ zweimal pro Woche trainieren wird, in jedem Heimspiel mitwirken kann und auswärts maximal kurze Fahrten (wie nach Melsungen) mitmacht. Denn die Frohnatur ist nicht nur inzwischen verheiratet, sondern auch eine junge Mutter mit Verantwortung.

Mit 17 Jahren Debüt in der 1. Liga

„Ihre Rolle als Mama ist wichtiger als die Rolle bei uns im Rückraum“, zeigt SVG-Coach Lucky Cojocar Verständnis und schiebt nach: „Ihr Wille und ihre Einstellung sind top. Sie bringt viel Handball-Verstand mit und wird uns im Mittelblock und im Angriff weiterhelfen.“

Die 1,80 m große Rückraumspielerin wurde in Kühlungsborn an der Ostsee geboren und debütierte bereits mit 17 Jahren in der 1. Bundesliga. Das war zu Glanzzeiten von Frankfurt/Oder, als sie an der Seite der damaligen Nationspielerinnen Friederike Gubernatis und Mandy Hering reifte. Anschließend spielte sie auch für Rosengarten und den HC Rödertal in der Bundesliga. Teilweise war sie dabei sogar die beste Feldtorschützin. 2017 folgte der Wechsel zur HSG Bad Wildungen, wo sie bis 2020 unter Vertrag stand.

Einstand gegen Gedern/Nidda gelungen

Einen ersten Eindruck vom Leistungsstand lieferte Merck beim 25:21 (10:8) im Testspiel gegen die HSG Gedern/Nidda. 4/2-Tore warf der Neuzugang auf Anhieb und bewies auch in der Deckung zusammen mit Maria Kiwa und Luisa Krüger Klasse. Auch auf die Torhüterinnen Lea Gürbig und Paula Küllmer war Verlass. Die weiteren Tore erzielten: Dietrich 6, Berk 3, Kiwa 4, Ahrend 3/1, Hahn 4 und Krüger 1.

Auch den letzten Test vor dem ersten Saisonspiel am 4. September gegen den Hannoverschen SC gewann Fritzlar. Bei Oberligist Northeimer HC siegte die Germania 23:16 (12:9). Dabei erzielten Dietrich 4, Berk 6, Kiwa 2, Ahrend 4, Hahn 3, Reimbold 2 und Kauffeld 2 die Tore für das Cojocar-Team. (Sebastian Schmidt)

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