Die treue Seele des Vereins

SV Hermannias Handball-Ass Hans Most feiert 70. Geburtstag

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Unwiderstehlich: Hans Most beim Torwurf.

Kassel. Nachdem er 1982 zum dritten Male hintereinander mit den Altherren-Handballern des SV Hermannia Bezirksmeister wurde, trat Hans Most kürzer.

„Die Verschleißerscheinungen in meinem Knie wurden immer schlimmer. Trotz einer gut verlaufenen Operation musste ich 1987 mit dem Handballspielen ganz aufhören“, erzählt der ehemalige Torschütze vom Dienst. Da war er 44.

Heute feiert Hans Most, der in seiner 35-jährigen Karriere mehr als 1000 Spiele auf dem Feld und in der Halle bestritt, seinen 70. Geburtstag. „Hauptsache der Kopf ist noch klar“, tröstet sich der Jubilar, der seit der Jahrhundertwende eine wahre Odyssee durch Unfälle, Verletzungen und Operationen hinter sich hat.

Der letzte Tiefschlag: Vor einem Vierteljahr unterzog sich Most einer Operation wegen eines verengten Spinalkanals. Und: „Im Oktober 2009 trete ich vor meine Haustür, rutsche aus und stürze die Treppe hinunter. Dabei habe ich mir einen Trümmerbruch im Oberschenkel zugezogen. Wieder lag ich auf dem Operationstisch“, berichtet Most, der dennoch mit seinem Gesundheitszustand zufrieden ist: „Glücklicherweise haben mir die Ärzte erlaubt, wieder aufs Fahrrad zu steigen.“

So unternimmt das einstige Handball-Ass trotz eines vor 13 Jahren eingesetzten künstlichen Kniegelenks mit Kumpels einmal in der Woche Touren „bis zu 60 Kilometern in die Kasseler Umgebung“.

Der Name Hans Most ist gleichbedeutend mit Bodenständigkeit. „Der Hans war schlechthin die treue Seele des Vereins. Er hat immer wieder Angebote anderer Klubs ausgeschlagen“, urteilt der langjährige Abteilungsleiter Günter Neumann über den ehemaligen Vorzeigesportler.

In dessen Glanzzeit glückte 1967 der Sprung in die Feldhandball-Regionalliga. Damals trugen auch die Torhüter Bernd Jacob und Manfred Fricke sowie Willi Fukas, Wolfgang Grauel, Klaus Müller, Hans Koslowski, Dieter Reich, Hans Rziha, Jürgen Sattler, Heinz Siemon, Waldemar Schmidtner, Reinhold Schwulera, Axel Stehr und Erich Wicke zum Aufstieg bei.

Von Günter Grabs

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