3. Liga:

TuSEM Essen II verhindert in letzter Sekunde ersten Heimsieg der ESG Gensungen/Felsberg

Aktivposten unter sich: Vince Schmidt (r.) glänzte mit zehn Feldtoren für Gensungen/Felsberg. Jonas Kämper (l.) war am treffsichersten für Essen. Und das sogar entscheidend in der letzten Sekunde des Spiels.
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Aktivposten unter sich: Vince Schmidt (r.) glänzte mit zehn Feldtoren für Gensungen/Felsberg. Jonas Kämper (l.) war am treffsichersten für Essen. Und das sogar entscheidend in der letzten Sekunde des Spiels.

Der „Kämper-Trick“ war so nicht geplant. Nur der Plan B, wie Trainer Nelson Weisz verriet, im letzten Angriff des TuSEM Essen II. Der eigentlich schon verpufft schien. Doch weil die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg zum Ärger ihres Trainers Arnd Kauffeld im Block verteidigten und Jonas Kämper gewähren ließen, nutzte der Halblinke seinen Freiraum.

Gensungen – Und schockte die Edertaler mit der Schlusssirene mit dem Treffer zum 33:33 (17:19). Und verhinderte den ersten Heimsieg der ESG seit dem Wiederaufstieg 2020. Was naturgemäß entsetzte Gensunger hinterließ. Da musste sich Kauffeld an der Wand stützen, da war Torhüter Marc Lauterbach den Tränen nahe, weil er an Kämpfers Kracher noch mit den Fingerspitzen dran war, und da sanken die ESG-Spieler wie vom Blitz getroffen gen Boden. Doch kurz geschüttelt brach sich zumindest etwas Stolz bei den Edertalern nach dem ersten Punkt gewinn vor den treuen Anhängern breit. „Wir haben gegen Essens offensive Abwehr gute Lösungen gefunden. Im Angriff war das eine Steigerung zu 100 Prozent im Vergleich zum Spiel gegen Gummersbach“, lobte Kauffeld.

Besonders Vince Schmidt wusste sich mit sehenswerten Unterarmwürfen und konsequentem Eins-gegen-Eins in Szene zu setzen. Zehn Treffer gelangen dem gewitzten Halblinken, der den „Kampf gegen die eigene Unzufriedenheit“ annimmt und froh war, dass „wir wieder mehr Sicherheit in unsere Abschlüsse bekommen haben.“ Das war notwendig, weil die Gäste von Beginn an ein hohes Tempo gingen und mit Hadrian Solbach-Domingo einen gut aufgelegten Rückhalt hinter sich wussten.

Pausenrückstand trotz Siebenmeterkiller Voß

Über 4:3 (5., Schalles), 7:5 (10., Kothe) und 14:12 (23., Schmidt) lagen die Gäste zunächst in Führung. Allerdings: „Immer, wenn wir uns hätten absetzen können, leisten wir uns technische Fehler oder schenken die Bälle zu leicht her“, ärgerte sich Kauffeld. Somit wusste die ESG auch nicht zu veredeln, dass Torwart Lukas Voß im ersten Durchgang von Essens Spielmacher-Hoffnung Nils Homscheid gleich zwei Siebenmeter parierte. Denn Gensungen lag zur Halbzeit unnötig mit 17:19 in Rückstand.

Pech hatte Jona Gruber, der zweimal das in TuSEM-Unterzahl verwaiste Tor anvisierte und dessen Würfe beide von den Gästen noch abgefangen wurde. Maxim Schalles zielte da genauer, bestrafte den zusätzlichen Feldspieler der Gäste mit dem 19:19 und bereitete der wilden Partie nach der Pause mit drei Toren in Serie eine weitere Wende. „Wir sind nicht an unser Leistungsvermögen gekommen und haben zu viele Bälle verworfen“, haderte Essens Trainer Weisz.

Hektik in der Schlussphase

Somit standen der ESG alle Türen für den Heimsieg offen. Weil neben den herausragenden Schmidt und Schalles auch der eingewechselte Cornelius Feuring konstant traf. Doch nach Feurings Treffer zum 28:26 (51.) kam Hektik auf, musste Gensungen einige fragwürdige Pfiffe der insgesamt schwachen Unparteiischen schlucken. So dass es für Vince Schmidt durchaus ein Erfolg war, „dass wir nach den Rückschlägen in dieser Saison nicht eingebrochen sind, weil wir unbedingt etwas mitnehmen wollten.“ Auch wenn es „nur“ der eine Punkt wurde, weil die ESG im letzten Angriff den wurfgewaltigen Jonas Kämper gewähren ließ. (Sebastian Schmidt)

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