Handball-Landesliga Männer

Überraschungscoup der HSG Werra WHO

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Endlich durften sie mal wieder jubeln: Nach dem Aufstieg hatten die WHO-Keeper Simon Oetzel (links) und Kevin Schottmann (rechts) kaum einmal Anlass zur Freude. Mit 437 kassierte ihre HSG die meisten Gegentreffer in der Landesliga. Doch Schottmann sorgte in Dörnhagen dafür, dass er und seine Mannschaft etwas zu feiern hatten. Sollte es noch klappen mit dem Klassenerhalt, dann hätten sich die Werrataler neue Trikots verdient. Der Nichtabstieg wäre höher einzustufen als der Titel in der Bezirksoberliga. Archivfoto:  Eyert/nh

Überraschender Erfolg am Sonntagabend: Handball-Landesligist HSG Werra WHO hat seinen zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht.

Das Schlusslicht gewann sein letzten Punktspiel in diesem Jahr beim Tabellenelften TSG Dittershausen knapp mit 24:23 (12:8). Nun darf der Aufsteiger aus dem Werratal wieder mit etwas mehr Hoffnung in die Zukunft blicken. Denn der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz - den die Dittershäuser belegen - ist auf vier Punkte geschrumpft. Und die sind in den noch ausstehenden 13 Spielen durchaus aufholbar.

Jörg Fischer war nach dem Schlusspiff hörbar erleichtert. „Das waren zwei äußerst wichtige Punkte für uns“, sagte der WHO-Trainer. „Vor allem war es ein Erfolg, der uns ein bisschen Selbstvertrauen zurückgibt.“

Bei den Dittershäusern zu gewinnen, war in dieser Serie zuvor neben der HSG Baunatal nur Spitzenreiter TSV Vellmar gelungen. Und der hatte sich mächtig strecken müssen, um mit 26:25 die Oberhand zu behalten.

Glänzender Start

Die Gäste mussten auf den kurzfristig erkrankten Marco Malsch verzichten. Dennoch legten sie in der Dörnhagener Sporthalle los, als gäbe es kein Morgen. Nach dem bereits dritten Treffer von Nebosja Raljic führte der Außenseiter 7:3 (16.). Das lag auch an Keeper Kevin Schottmann, der seiner Abwehr Halt gab.

Frantisek Chybas 5:10 brachte der HSG Werra WHO in der 22. Minute sogar die erste 5-Tore-Führung ein. Zur Halbzeit lagen die Dittershäuser mit 8:12 immer noch deutlich im Hintertreffen.

Sie konnten nach der Pause zwar auf 10:12 (33.) verkürzen, eine Wende war damit aber noch nicht eingeläutet. Denn gestützt auf den weiterhin prächtig haltenden Schottmann, zog die WHO in den folgenden zehn Minuten auf 12:17 (43.) davon. „Seine Paraden waren der Grundstein für den Sieg“, sagte Jörg Fischer.

Als Frantisek Chyba in der 48. Minute auf 13:19 erhöhte, war der Vorsprung gar auf sechs Treffer angewachsen. Der Auswärtssieg war in greifbare Nähe gerückt.

Doch nach Florian Strümpfs 14:20 (49.) gelangen den Hausherren drei Treffer in Folge. Nun witterten sie wieder Morgenluft. Doch die Zeit lief ihnen davon. Wichtig, dass Dusan Duric und Robin Schneider das 20:22 (55.) der Dittershäuser postwendend mit zwei WHO-treffern zum 20:24 (58.) beantworten konnten. Damit war der Kontrahent wieder entscheidend auf Distanz gebracht.

„Wir haben es zum Schluss unnötig spannend gemacht“, gab Jörg Fischer zu Protokoll. Denn 16 Sekunden vor Schluss stellte der Ex-Rotenburger Moritz Gerlach, mit neun Toren bester Werfer der Dittershäuser, sogar noch den Anschluss her. Mehr gestatteten die Werrataler ihren Gastgebern allerdings nicht. (hwx, twa)

SG Werra WHO: Schottmann, L. Schneider, Oetzel - Breitbarth, Reuchsel, Bach (3), Raljic (4), Strümpf (3), Schramm (2), Berz (3/3), Chyba (2), R. Schneider (1), Duric (6)

SR: Rudolph/Rudolph;Z:100

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