Mehr als eine Winterpause

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Zum Abwarten verdammt: Baunatals Trainer Dennis Weinrich (rechts) und Co-Trainer Mirko Jaissle (2. von links) müssen die weiteren Entscheidungen des Deutschen Handballbundes abwarten. 

Nächste Spiele frühestens nach dem 19. April

Jetzt ist Warten angesagt. Seit Donnerstag steht für die Drittliga-Handballer der GSV Eintracht Baunatal fest, dass sie am Samstag nicht ihr Spiel gegen den Northeimer HC bestreiten werden. „Das wäre unser letztes Heimspiel gewesen, bei dem wir uns noch einmal mit einer ordentlichen Leistung von unserem Publikum verabschieden wollten“, sagte gestern Trainer Dennis Weinrich.

Dass daraus nichts wird, liegt in einer Entscheidung des Deutschen Handballbundes begründet. Waren bis Donnerstagabend in der 3. Liga nur die Spiele für dieses Wochenende abgesagt, gilt die Spielpause seit Freitag bis zum 19. April.

„Natürlich bedauern wir die Entwicklung, aber wir können sie nicht beeinflussen und werden uns nun an die Vorgaben halten“, sagt Weinrich weiter. Für die Eintracht, die im Moment auf dem neunten Tabellenplatz steht, sei die Situation immer noch recht entspannt. Anders verhalte sich das bei Mannschaften wie Kirchzell. „Die kämpfen noch um den Klassenerhalt und haben zuletzt wieder gesiegt. Wenn nun die Serie nicht mehr gestartet wird, könnten sie absteigen, obwohl sie aktuell weniger Spiele als andere Mannschaften wie beispielsweise Northeim haben. Das ist schon ziemlich ungerecht“, sagt Weinrich.

Zusammen mit seinen Spielern will sich der 30-Jährige nun am Montag über das weitere Vorgehen beraten. Dabei werde es auch darum gehen, wie man die Fitness aufrechterhalten kann, wenn der Liga-Betrieb nach dem 19. April noch einmal aufgenommen werden sollte.

„Natürlich wird das für uns nicht einfach. Wenn die Hallen gesperrt werden, können wir kein klassisches Training mehr auf die Beine stellen“, sorgt sich Baunatals Kapitän Marvin Gabriel. Und die Befürchtungen des 29-Jährigen gehen noch weiter: „Der Zeitraum ist ja schon länger als eine Winterpause. Wenn außerdem noch die Fitnessstudios schließen, müssen wir uns schon unsere Gedanken machen.“

Natürlich könne man sich selbst zu Hause durch Gymnastik fit halten und auch Lauftraining sei möglich, aber Kraft, Ausdauer und motorische Elemente würden nun mal üblicherweise im gemeinsamen Mannschaftstraining geschult. Für die nächsten Wochen bliebe dabei vor allem Unsicherheit, sagt Gabriel, der nun erstmal die Mannschaftsbesprechung am Montag abwarten wird: „Feldhandball ist auch keine Lösung. Ich werde dann wohl joggen gehen. Mehr geht eben im Moment nicht.“

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