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Unwiderstehlicher Schlussspurt der ESG Gensungen/Felsberg

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Von: Gerd Brehm

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Abgezogen: Linksaußen Maximilian Lippold war diesmal eine Bank und trug sechs Treffer zum Gensunger Erfolg bei.
Abgezogen: Linksaußen Maximilian Lippold war diesmal eine Bank und trug acht Treffer zum Gensunger Erfolg bei. © Richard Kasiewicz

Am Ende war es ein klarer Sieg, doch der Weg dorthin holprig. Nach schwachem Start und stetiger Steigerung setzte die ESG Gensungen/Felsberg beim TuS Dotzheim mit 37:31 (17:18) durch und übernahm wieder die Tabellenführung in der Handball-Oberliga.

Wiesbaden – Der mangelhafte Einsatz bei der Abwehrarbeit und die Fahrlässigkeit bei den Abschlüssen der Angriffe hatten nach neuen Minuten einen 2:7-Rückstand zur Folge. „Wir haben zunächst den Dotzheimer Halbrechten Johannes Schuhmacher überhaupt nicht attackiert und im Angriff auch dann nicht getroffen, wenn wir frei zum Wurf kamen“, ärgerte sich ESG-Trainer Frank Eidam über die verpatzte Anfangsphase. Während Schuhmacher mit dem Treffer zum 7:2 schon sein viertes Tor erzielte, waren bei den Gästen bis dahin nur Jannis Kothe und Maximilian Lippold je einmal erfolgreich.

Der verschlafene Start war eine Hypothek, denn bis zum ersten Ausgleichstreffer zum 14:14 (25.) dauerte es quälend lange (25.). Und auch beim 25:25 (45.) stand die Partie noch auf des Messers Schneide. Doch die ESG legte einen bemerkenswerten Endspurt hin, was sich auch statistisch untermauern lässt. In der Schluss-Viertelstunde standen den zwölf Toren der Gäste nur noch sechs Treffer der Gastgeber gegenüber, die besonders zwischen der 53. und 58. Minute ins Hintertreffen gerieten. In dieser Phase machten Hannes Iffert, Maximilian Lippold (3), Vince Schmidt und Heinrich Wachs aus einem knappen 30:28 einen klaren 36:29-Vorsprung.

Eidam war aber nicht nur mit der Schlussphase zufrieden, sondern mit der kompletten zweiten Halbzeit. „Wir haben das Tempo erhöht und bis zum Schluss nicht nachgelassen. Zudem haben wir nach einer Umstellung der Abwehrformation von 5:1 auf 6:0 den zu Beginn des Spiels so gefährlichen Johannes Schuhmacher völlig aus dem Spiel genommen“, freute sich der ESG-Trainer, dessen ewige Forderung diesmal prima umgesetzt wurde.

Denn: Häufig liefen die Angriffe über die beiden Außen sowie den Kreisläufer, was sich in deren Trefferzahl niederschlug, denn Lippold (8), Otto (6) und Iffert (3) brachten es auf insgesamt 17 Tore. So fiel die peinliche Siebenmeter-Quote (null Tore bei vier Versuchen) nicht ins Gewicht. Zumal Otto zweimal den Abpraller verwandelte.

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