Vellmar ohne Kampfgeist und Biss

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Wurfposition: Nur selten kam der TSV Vellmar, wie hier Tim Räbiger, so gefährlich vor das Gensunger Tor, links Franco Rossel, rechts Christoph Koch. 

TSV Vellmar auch beim Derby in Gensungen mit 18:31 ohne Chance

Das war deutlich, mit 18:31 (6:18) ging der TSV Vellmar im Derby der Handball-Oberliga bei der ESG Gensungen/Felsberg unter. Die Gastgeber waren dem Aufsteiger in allen Belangen überlegen und spielten vor allem in der ersten Halbzeit Vellmar glatt an die Wand.

Dabei hatte alles gar nicht schlecht begonnen, denn nach zwei Minuten führte der Außenseiter in der Kreissporthalle vor 500 Zuschauern mit 2:0. Doch dann ging es schnell in die andere Richtung. Die ESG nahm Fahrt auf und lag 5:2 (6.), 9:5 (14.) und 14:5 (20.) vorn. Nach dem 25:10 (42.) nahmen die Gastgeber etwas Tempo heraus, wechselten das Personal teilweise aus, verloren aber deswegen das Ziel eines klaren Siegs nicht aus den Augen. Vellmar gelangen dann sogar drei Tore in Folge, vom 26:12 zum 26:14 (49.).

Während nach der Partie die Gastgeber im Kreis tanzten und „Derbysieger, hej, hej, hej“ sangen, schlichen die Vellmar niedergeschlagen vom Feld. Dass man in der „Hölle Nord“ nur Außenseiter sein konnte, das war vorher allen klar, dass man so dermaßen untergehen würde, aber sicher nicht.

Der TSV Vellmar war gegenüber den letzten Spielen nicht wiederzuerkennen. Es fehlte der Kampfgeist, der Einsatz, der Biss das an Grenzen gehen. Derby sieht anders aus. Und dann kamen wieder unsägliche Fehler im Spiel des TSV hinzu. Zu viele Ballverluste, Fehlabgaben und überhastete Abschlüsse kann kein Spiel vertragen.

Und wenn dann der Gegner mit einer bärenstarken Abwehr glänzt, einen glänzenden Benedikt Hütt hat und in erster und zweiter Welle ein enorm hohes Tempo geht, dann endet das alles in einer klaren Niederlage.

Torwart Martin Herwig hatte sich die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte anders vorgestellt. „Ich bin sprachlos“, sagte der 29-Jährige. „Wir waren in allen Belangen zu passiv.“ Trainer Gordon Hauer bemängelte die vielen Fehler, die sein Team gemacht hatte. „Der Mannschaft hat die Körpersprache gefehlt, Mut, Charakter. Ich bin enttäuscht, das gab es lange nicht mehr“, so Hauer. „Die Mannschaft hat heute den Derbycharakter des Spiels nicht angenommen.“ Und damit traf Hauer den Nagel auf den Kopf.

ESG: Lauterbach, Voß; Rossel 5, Gerhold 2, Hütt 8, Wachs 3, Schmidt 4, Otto 1, Feuring 1, Lippold 2, Koch 2, Kothe 1, Bieber 2 TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 4/2, Staubesand 2, Hujer, Brückmann 1, Djuric 2/1, Vukadinovic 1, Koch 1, Lanatowitz, J. M. Berninger 2, Willrich 1, Petrovszki, Drönner 4

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