Heimniederlage zum Saisonstart

27:31 – Herber Dämpfer für TG Münden

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Auch sein gelungenes Comeback brachte der TG keine Punkte: Jens Wiegräfe war mit acht Toren bester Mündener Werfer. 

Hann. Münden –  Nach einer Oberligasaison fast ohne Erfolgserlebnis setzten die Handballer der TG Münden auch das erste Spiel der Verbandsliga in den Sand. Auf das 27:31 (12:15) gegen den SV Altencelle gehen wir mit unserem Format „Fragen und Antworten“ ein.

Was war der Hauptgrund für die Niederlage?

Vor allem verlor die TG nach einer recht überzeugenden Startphase, in der sie mit 5:3, 7:6 und auch noch 10:9 führte, im Angriff völlig den Kopf. Plötzlich stieg die Zahl der Fehler sprunghaft an und mit dem Druck des folgenden Rückstands wurde das auch nicht mehr besser. Letztlich waren es an die 20 technische Fehler, nicht gefangene Bälle und ungenaue Pässe. Der SV Altencelle nutzte das konsequent und drehte die Partie noch vor der Halbzeitpause.

Kam die TG noch einmal heran?

Ja, aber das dauerte. Zu Beginn der 2. Hälfte warfen die Hausherren erst mal Altencelles Torhüter Klemens Nowak richtig warm. Vor allem seine Leistung brachte die Gäste mit 22:17 in Front. Erst nach 47 Minuten war die TG durch Pascal Pfaffenbachs Kontertor wieder dran (23:24). Sofort danach holte Pfaffenbach sogar noch eine Zeitstrafe heraus. Doch anstatt das Blatt zu wenden, kassierte die TG den Treffer zum 23:25 und sogar zum 23:26. Dieser Rückstand war letztlich zu groß.

Gab es Lichtblicke?

Ja. Speziell die Auftritte von zuvor lange verletzten Spielern. Jens Wiegräfe gab sein Pflichtspiel-Comeback nach über einem Jahr Verletzungspause und war schon überraschend weit. Vor der Halbzeit war er nicht zu stoppen (fünf Treffer). Kapitän Nico Backs kam diesmal vor allem auf Linksaußen zum Einsatz und überzeugte ebenfalls.

Wie spielten die Neuzugänge?

Der Ex-Moringer Maurice Bode durfte auf der Spielmacherposition beginnen und war sehr agil. Er ging auch als kleinerer Spieler mutig in die gegnerische Deckung, an der Effektivität im Abschluss fehlte es aber noch. Torhüter René Hüsken gab seinen Vorderleuten in der Anfangsviertelstunde starken Rückhalt, wurde aber später von Mario Görtler abgelöst und konnte in der Schlussphase nicht mehr sein Potenzial abrufen. Allerdings wurden beide Torhüter in der zweiten Halbzeit von einer immer nachlässigeren Abwehr ziemlich allein gelassen. Trotzdem: 14 gehaltene Würfe von beiden Keepern bedeuteten deutlich mehr als in den meisten Spielen der vergangenen Saison zu notieren waren.

Wie war der Gegner?

Vor allem sehr kampfstark und ausgeglichen: Fünf Spieler erzielten vier oder mehr Tore. Worüber sich der Tabellenvorletzte der abgelaufenen Saison besonders freute: Das Team beendete seinen Auswärtsfluch, denn im vergangenen Jahr hatte man nur einmal – und das in der Relegation – in der Fremde gewonnen! Das könnte die TG über diese Startniederlage vor rund 200 Fans noch mehr ins Grübeln bringen.

Was sagten die Trainer?

„So können wir am Freitag das Derby in Rosdorf nicht spielen! Wir müssen den Kampf besser annehmen“, meinte Co-Trainer Jens Wiegräfe. Und Matthias Linke stellte fest: „Die Verbandsliga darf bei uns niemand auf die leichte Schulter nehmen. Vor allem in der Abwehr muss mehr gearbeitet werden.“

TG Münden: Hüsken, Görtler – Wiegräfe 8/1, Weinberger 5, Backs 5/2, Pfaffenbach 3, Kleinschmidt 3, Rohdich 1, Bode 1, Fehling 1, Mangels, Hartig, Waldmann, Schilke.

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