Jens Wilfer, der scheidende Trainer der HSG Plesse-Hardenberg, zieht Bilanz

Bisher Trainer, nun „nur noch“ Fan: Jens Wilfer verlässt nach fünf Jahren die HSG Plesse-Hardenberg. Archivfoto: zje

Nörten / Bovenden. Mit Ablauf der Saison hat Jens Wilfer sein fünfjähriges Engagement als Trainer des Handball-Verbandsligisten HSG Plesse-Hardenberg beendet.

Unter ihm kletterte das Burgenteam von anfangs Rang acht (Saison 10/11) auf Platz drei am Ende (14/15). Für die HNA bilanziert Wilfer seine fünf Jahre unter folgenden Stichworten:

Entwicklung

Die Mannschaft hat sich kontinuierlich weiter entwickelt. Zur 6:0-Abwehr ist ein solides 5:1-System hinzugekommen. Von der verbesserten Abwehrarbeit profitierte auch das Umschaltspiel. Ganz wichtig war aber, dass die Mannschaft an Ruhe und Souveränität gewonnen hat. In dieser Saison haben wir in Burgdorf, Müden, Hessisch-Oldendorf oder Fallersleben trotz Rückständen noch doppelt gepunktet. Ebenso haben wir im Derby in Moringen kurz vor Ende den Sieg erzielt, obwohl wir in der Schlussphase noch hinten lagen und nicht gut gespielt haben.

Taktik

Den Grundstein zum Erfolg legen starke Torhüter und eine sichere Abwehr. Hier haben wir im Trainingsalltag immer wieder angesetzt. Im Angriff haben wir stetig an der Flexibilität gearbeitet. Letztlich hängt die für das jeweilige Spiel passende Taktik, neben den eigenen Möglichkeiten, auch von den Qualitäten des Gegners ab.

Kader

Ich hatte das Glück, von ständigen Wechseln und langwierigen Verletzungen weitestgehend verschont geblieben zu sein. So konnte ich mit einem gewachsenen - und ausgesprochen trainingsfleißigen - Kader saisonübergreifend arbeiten. Zudem war es mir immer wichtig, Spieler aus dem Nachwuchs heranzuführen. Mit Felix Becker, Eike Gloth und Marvin Grobe ist dies auch gelungen. Gefreut hat mich, dass wir - trotz der höherklassigen Konkurrenz aus den umliegenden Vereinen -sportlich und qualitativ immer attraktiv waren und die Spieler dies auch so empfunden haben.

Potential der HSG

Ich denke, mein Nachfolger Dietmar Böning-Grebe kann auf einer guten Basis aufbauen. Die Neuzugänge Christian Brandt und Christian Wedemeyer werden durch ihre höherklassige Erfahrung das Potential des Kaders noch einmal steigern. In den nächsten Jahren wird es sicherlich altersbedingte Veränderungen geben. Durch die gute Jugendarbeit werden auch künftig hoffentlich Talente nachrücken. Doch um auf diesem Leistungsniveau als Mannschaft bestehen zu können, bedarf es schon einer ausgewogenen Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren.

Was bleibt

Ich durfte mit dieser Mannschaft fünf Jahre Erfahrung in der Verbandsliga sammeln. Das waren insgesamt fünf tolle Jahre, in denen auch ich mich entwickeln konnte. In der neuen Spielzeit werde ich zwar kein Trainer dieser Mannschaft mehr sein - auf jeden Fall aber ihr Fan! (zdz)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.