1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional
  4. Verbandsliga Handball Niedersachsen (m)

TG Münden als Spitzenreiter in die Weihnachtspause

Erstellt:

Von: Per Schröter

Kommentare

Die TG-Mannschaft stellt sich jubelnd der Kamera.
Der siebte Streich: Nach dem erneuten Heimsieg und der Sicherung der Tabellenführung in der Verbandsliga stellten sich Spieler, Trainer und Betreuer der Kamera. 2 © Per Schröter

Im siebten Heimspiel den siebten Heimsieg feierten am Samstag die Verbandsliga-Handballer der TG Münden.

Hann. Münden – Anders als in den vorausgegangenen Begegnungen vor eigenem Publikum tat sich der Spitzenreiter beim 23:20 (13:9)-Erfolg über die HSG Oha aber ungewohnt schwer.

„Ich hasse diesen Satz, aber das war ein Scheiß-Spiel, in dem am Ende nur die Punkte zählen“, war TG-Trainer Hazim Prezic alles andere als angetan von der Vorstellung seiner Mannschaft. Vor allem mit dem Rückraum ging der Coach hart ins Gericht. „Da war kein Tempo und keine Tiefe, das war heute gar nichts“, schimpfte er.

Tatsächlich war es kein schönes Spiel, das die rund 250 Zuschauer sahen. Eine Woche nach der 18:33-Klatsche in Braunschweig schienen die Mündener das Vorhaben „Wiedergutmachung“ auf der einen Seite etwas zu übermotiviert anzugehen. Andererseits merkte man der Prezic-Sieben aber auch deutlich an, dass ihr nach drei anstrengenden Monaten langsam die Kräfte schwinden. Zu allem Überfluss hatten sich einige Spieler unter der Woche auch noch mit einer Erkältung herumgeplagt, sodass sie zusätzlich geschwächt waren.

Das alles führte nun dazu, dass die „Festung Gymnasiumshalle“ erstmals in dieser Saison wankte, ohne jedoch einzustürzen. Zwar ließ der ansonsten so durchschlagskräftige Rückraum der Gastgeber – wie von Hazim Prezic bemängelt – diesmal einiges zu wünschen übrig und auch vom Kreis ging nur wenig Gefahr aus. Immer wieder blieben Tim Weinberger, Gian Luca Rusteberg und Co in der Abwehr hängen oder scheiterten mit ihren Versuchen am überragenden Gästekeeper Niklas Berger. Dafür sprangen aber die Außen Kiron Hartig, Klemens Rohdich und Nico Backs in die Bresche und sorgten mit insgesamt elf Treffern dafür, dass der Vorsprung nie auf weniger als zwei Tore zusammenschmolz und der Sieg so auch nie ernsthaft in Gefahr geriet. Einen großen Anteil am Erfolg hatten auch wieder die beiden Schlussleute Patrick Sonne und Mario Görtler, die mit zahlreichen starken Paraden (darunter ein von Görtler gehaltener Siebenmeter) gerade in wichtigen Phasen den Schwung der Gäste unterbrachen.

„Auch wenn ich heute trotz des Sieges unzufrieden bin, so bin ich insgesamt doch richtig stolz auf das, was meine Mannschaft bislang in dieser Saison geleistet hat“, stimmte Perfektionist Hazim Prezic vor der nun anstehenden fünfwöchigen Weihnachtspause doch noch versöhnliche Töne an. „Das Team hat im Kollektiv einen Wahnsinnssprung nach vorne gemacht und ich bin sicher, dass wir im nächsten Jahr noch besseren Handball von ihm sehen werden.“ Ein Sonderlob sprach der Coach seinem Kreisläufer Marc Imberger an, der in den vergangenen Wochen trotz starker Leistenprobleme immer wieder auf die Zähne gebissen hat und kämpferisch „ein absolutes Vorbild“ war.

TG Münden: Sonne, Görtler - Weinberger 4, Rohdich 4, Hartwig 4, Backs 3/1, Rusteberg 3, Bode 2, B. Fehling 1, F. Fehling 1, Imberger 1, Bolse, Kroll, Heinemann. (Per Schröter)

Auch interessant

Kommentare