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HSG Rhumetal tritt in Herzberg zum Derby gegen Osterode an

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Szene aus dem Hinspiel: Tim Scheidemann und Co setzten sich im ersten Vergleich mit Osterode durch. Nun steigt das Rückspiel. Archivfoto: Stefan Barbeln
Szene aus dem Hinspiel: Tim Scheidemann und Co setzten sich im ersten Vergleich mit Osterode durch. Nun steigt das Rückspiel. © Stefan Barbeln

Es ist mal wieder Derbyzeit in der Handball-Verbandsliga. Am Sonntag machen sich die Männer der HSG Rhumetal auf die kurze Reise nach Herzberg.

Katlenburg - In die Mahnte-Sporthalle wurde das Nachbarschaftsduell mit der HSG Osterode verlegt, das ursprünglich in Hattorf ausgetragen werden sollte. Anpfiff in Herzberg ist um 16.30 Uhr.

„Wir sind dankbar für jedes Spiel, das ausgetragen wird. Bei den vielen Nachholspielen ist der Stress am Ende vorprogrammiert“, gibt Jens Wilfer, Trainer der HSG Osterode, zu Protokoll. Seine Schützlinge bestritten zuletzt drei Spiele in acht Tagen. „Das ist in Zeiten von Corona schon grenzwertig. Ich hätte mir eine andere Lösung mit insgesamt weniger Spielen gewünscht.“

Die HSG ist schwer in die Saison gekommen. „Mit dem ersten Teil der Saison war ich nicht zufrieden. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber nach dem Re-Start läuft es besser.“ Nach der unglücklichen 22:23-Niederlage in Hildesheim wurden gegen Elm und in Rosdorf wichtige Siege eingefahren. So trennen die Nachbarn derzeit nur zwei Punkte.

Wilfer rechnet mit einem Duell auf Augenhöhe, verweist auf die starke Leistung von Rhumetals Rückraumspieler Tim Scheidemann und hat Respekt vor der Arbeit seines Kollegen. „Kai macht einen guten Job. Schließlich ist sein Team arg gebeutelt“, erklärt Wilfer. Es sei schade, dass beide Teams nicht in Bestbesetzung antreten könnten, denn auch sein Kader ist nicht komplett. „Wir müssen unser frisch erworbenes Selbstvertrauen am Sonntag auf die Platte bringen. Unsere Stärke liegt zuhause. Das wollen wir auch gegen Rhumetal nutzen.“

Voll des Lobes über den Kontrahenten ist auch Kai Kühn. Osterode sei sehr heimstark und habe einen Trainer, der sich immer etwas einfallen lasse. „Die HSG stellt vor einem guten Torhüter eine kompakte 6:0-Deckung. Daraus ziehen sie ihr Tempospiel auf“, erklärt Rhumetals Coach. Der verweist daneben auf den Ex-Rhumetaler Colin Hogreve als gefährlichen Schützen auf den Halbpositionen im Rückraum. Mit Robin Großkopf stehe zudem ein erstklassiger Eins-gegen-Eins-Spieler an seiner Seite.

Im ersten Aufeinandertreffen setzte sich Rhumetal Ende September in der Burgberghalle etwas überraschend mit 28:24 durch. „Am Sonntag wird es aber ein anderes Spiel“, sagt Kühn, denn damals waren noch Finn Kreitz und Yannik Schlüter dabei, die nun schmerzlich vermisst werden, sodass man immer wieder umbauen muss. Dennoch ziehen seine Jungs super mit und seien trotz der schwierigen Personalsituation top motiviert.

„Für uns gilt es, das Gegenstoß-Spiel Osterodes zu unterbinden. Dazu müssen wir eine kompakte 6:0-Abwehr stellen, um selbst zu einfachen Toren zu kommen. Wer das Gegenstoß-Duell gewinnt, hat die besseren Karten, das Spielfeld als Sieger zu verlassen“, vermutet Kühn. Er sieht sein Team zwar in der Außenseiterrolle, sagt aber auch: „Das wird ein spannendes Derby, das die Tagesform entscheidet. Wir wollen versuchen, das Spiel lange offen zu halten.“   (Andreas Schridde)

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