28:24 gegen Nienburg II

TG Münden mit guten Nerven zum Auftaktsieg

Linus Freybott trifft hier gegen Torhüter Ludwig Meierhans.
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Starkes Pflichtspieldebüt: Mündens Rechtsaußen Linus Freybott trifft hier gegen Torhüter Ludwig Meierhans. Freybott traf achtmal.

Am Ende war der Saisonstart ein Nervenspiel. Doch der Unterschied zu den meisten Begegnungen der vergangenen Spielserie war, dass die TG Münden diesmal das bessere Ende für sich hatte.

Hann. Münden – Der Handball-Verbandsligist sorgte durch einen 28:24 (15:12)-Heimsieg über die HSG Nienburg II dafür, dass der ganz große Druck erst mal abfallen konnte. „Man hat schon gemerkt, dass es zwischen Test- und Punktspielen einen Unterschied gibt. Die Jungs waren heute ein ganzes Stück angespannter“, meinte Pascal Zügler, der zuvor 60 Minuten lang mit seinem Trainerkollegen Sebastian Flechtner an der Seitenlinie engagiert gecoacht hatte.

Einen siegreichen Start in die neue Serie hatte die TG zuletzt vor vier Jahren hingelegt. In den Jahren danach hatte sich schon durch die ersten Saisonauftritte angedeutet, dass schwierige Zeiten bevorstanden. Insofern darf die TG nun hoffen, dass sie besser abschneidet, als in den drei Spielzeiten zuvor.

Die Nienburger waren im März die letzte Mannschaft gewesen, die sich vor dem Lockdown in der Gymnasiumshalle vorgestellt hatte. Damals siegte die TG und sie machte am Samstagabend dort weiter. Fast die gesamte Spielzeit über führten die Gastgeber knapp mit bis zu drei Toren Vorsprung. Die im Angriff sehr beweglichen Gäste ließen aber nicht locker und nutzten eine Mündener Schwächephase, um zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 23:22 in Front zu gehen. Doch der neue TG-Jahrgang behielt in dieser schwierigen Phase die Nerven und setzte sich noch klar durch. In den Fokus rückte besonders Neuzugang Linus Freybott, der auf Rechtsaußen stark begonnen hatte, später aber mit vier Fehlwürfen in Folge in ein Loch gefallen war, um sich in der Schlussphase doch wieder treffsicher ins Spiel einzubringen.

„Man darf in solchen Phasen einfach nicht den Mut verlieren und muss immer wieder seine Chance suchen“, sagte der 21-Jährige, der im Sommer aus der tiefer angesiedelten Kasseler Bezirksoberliga kam (von der HSG Wesertal).

Interessant war auch, dass die TG-Trainer in der kniffligen Schlussphase mit Gian Luca Rusteberg einen Spieler aufs Feld schickten, der im August gerade mal 18 Jahre alt geworden ist. „Ich bin froh, dass die Trainer mir das Vertrauen geschenkt haben und ich auch etwas zurückgeben konnte“, meinte der A-Jugendspieler. Mit seiner Dynamik war er der Nienburger Abwehr mehr als einmal entwischt. Das traf auch auf Linksaußen Klemens Rohdich zu, der deutlich selbstbewusster auftrat als in den zurückliegenden beiden Jahren. Seine Erklärung: „Unser Spiel ist jetzt nicht mehr so auf den Rückraum konzentriert, sodass wir Außen viel mehr Chancen erhalten.“ Genau diese Flexibilität dürfte es den Gegnern erschweren, die neue TG auszurechnen. Welche andere Mannschaft setzt beispielsweise vier unterschiedliche Akteure auf der Spielmacherposition ein?

Letztlich stand der erste Mündener Auftaktsieg seit 2016 zu Buche. „Jetzt können wir viel lockerer zum ersten Auswärtsspiel in Alfeld antreten“, meinte Pascal Zügler nach einer Saisonpremiere, die Lust auf mehr machte.

TG Münden: Sonne, Görtler, Wellhausen - Freybott 8/1, Grambow 6/1, Rohdich 4, Weinberger 3, Backs 2, Rusteberg 2, Bode 1, Muth 1, Hartig 1, Bolse, Imberger.

Beste Werfer Nienburg: Mehnert 7, Niemeyer 6/2.

Engagierter Auftritt: Klemens Rohdich erzielt hier eines seiner vier Tore.

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