Vorsitzender Michael Tschernich blickt auf sein erstes Jahr im Amt zurück

Frischer Wind  bei der HSG Rhumetal

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Michael Tschernich, seit Mai 2019 Vorsitzender der HSG Rhumetal. Das Foto entstand im vergangenen Jahr beim Fe stumzug in Gillersheim.

Katlenburg – Im Mai 2019 trat Michael Tschernich sein Amt als 1. Vorsitzender der HSG Rhumetal an. Nach einem durchaus holprigen Start ist der ehemals für die SG Berka aktive Handballer aktuell durchaus zufrieden mit dem Geschehen rund um den Verein.

Nach fast drei Jahrzehnten Abstinenz fand Tschernich durch seinen Sohn wieder den Weg zurück zum Handball und in die Burgberghalle. Als die Anfrage des Vereins kam, positionierte er sich deutlich. „Ich mache das. Aber dann müssen wir zwei oder drei Schritte zurückgehen“, erinnert sich Tschernich. „Wir standen vor der Frage: Welchen Weg wollen wir einschlagen? Ich habe mein Konzept vorgestellt. Wir mussten einen Schnitt machen. Das haben der Vorstand der HSG und die Stammvereine mitgetragen.“

Wichtig war ihm von Beginn an, mit der 2. Vorsitzenden Alexandra Ehrlich eine zuverlässige Mitstreiterin an seiner Seite zu haben. „Es soll und kann keine One-Man-Show sein. Wir haben die gleichen Kompetenzen. Die Zusammenarbeit mit ihr und dem Vorstand sowie dem Förderverein und den Sponsoren ist top.“

Dabei gab es aber auch Anlaufschwierigkeiten. „Nach vier Wochen habe ich mich gefragt: Was ist denn hier los?“, erinnert sich Tschernich, der viel Arbeit investieren musste, um die Leute mitzunehmen. Das ungewohnte „So geht das nicht“ rief nicht selten ungläubiges Staunen hervor. „Aber es hat eine gute Entwicklung gegeben. Alle ziehen mit. Das ist schön zu sehen.“

Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Nachwuchsförderung. „Der Handball hat in der Gemeinde eine wichtige Funktion. Das gilt für die Sportvereine und die Feuerwehr. Wir müssen die Jugendlichen von der Straße holen.“ Richtig stolz kann man an dieser Stelle im Rhumetal darauf sein, dass für die kommende Spielzeit sowohl im weiblichen als auch im männlichen Bereich alle Jahrgänge mit einer Mannschaft besetzt werden können. „Das ist für unser kleines Einzugsgebiet fantastisch. Unsere Trainer und Übungsleiter leisten hier eine tolle Arbeit.“

In der aktuell schwierigen Situation durch die Coronakrise ist man im Rhumetal mit der Unterstützung von Verbandsseite sehr zufrieden. „Der HVN macht gute Arbeit und hat fundierte Entscheidungen getroffen. Wir fühlen uns gut betreut“, sagt Tschernich. Bei einer Videokonferenz hat er die abgebrochene Saison mit seinen Vorstandskollegen mit einem positiven Fazit abgeschlossen.

In finanzieller Hinsicht steht man auf einem stabilen Fundament. Von den Minis angefangen bis zu den Seniorenmannschaften wird engagiert und mannschaftsübergreifend zusammengearbeitet. Die männliche C-Jugend spielte eine starke Runde in der Oberliga. Profitiert vom Saisonabbruch hat die 1. Damenmannschaft. Sie darf weiter in der Landesliga spielen. Das sei wichtig als Ziel für die Nachwuchsspielerinnen.

Der Umbruch bei den Verbandsliga-Männern hat funktioniert. „Wir haben die Mannschaft verjüngt und eine gute Mischung. Die Jungs, fast alle aus der Gemeinde, haben sich gefunden. Das ist wichtig“, betont Tschernich. Und gibt es schon etwas Neues mit Blick auf die neue Saison - außer dem neuen Trainer Kai Kühn? „Nichts Spektakuläres. Da sind wir richtig langweilig geworden. Aber da bin ich nicht böse drum.“

Von Vorstandsseite laufen die Planungen für die neue Serie längst. Die Trainer stehen mit ihren Schützlingen in Kontakt. Sollten von Behördenseite Lockerungen beschlossen werden, wolle man versuchen, die Teams behutsam wieder zusammenzuführen. Was die Rückkehr zum Mannschaftstraining angeht, ist Tschernich skeptisch. „ Ich glaube nicht, dass es noch in diesem Jahr unter Wettbewerbsbedingungen wieder losgeht.“  zys

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