TG-Teamarzt Fieseler gab Tipps

Mündener Gymnasiumshalle als Drehort für ZDF

Georg Fieseler in der Gymnasiumshalle
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Im Fokus der Kamera: Georg Fieseler in der Gymnasiumshalle mit den TG-Handballern.

Das Thema Wiedereinstieg in den Sport nach Monaten des Lockdowns war in der vergangenen Woche dem Zweiten-Deutschen-Fernsehen einen Beitrag wert: Das Besondere: Die Handballer der TG Münden spielten die Hauptrolle.

Hann. Münden – Die TG Münden teilte nach der Ausstrahlung am Donnerstag mit, dass die Aufnahmen einer Kasseler Produktionsfirma, die dem Sender zuarbeitet, bereits vor rund zwei Wochen stattgefunden hätten. TG-Fans können sich den Beitrag aber noch in der ZDF-Mediathek anschauen (Veröffentlichung am 1, Juli).

Georg Fieseler ist froh, dass es mit dem relativ umfangreichen Sendebeitrag geklappt hat. „Das Thema betrifft ja vor allem Amateursportler und für die waren ja auch die Tipps gedacht“, sagt der 58-Jährige, der mit den Kasselern bereits zwei andere Filme gedreht hat. Der Körper habe in den Monaten der Tatenlosigkeit verlernt, die sportlichen Belastungen zu tolerieren und auch regelmäßig abzurufen. Wie kann man also den Körper wieder in Form bringen? Erstens: an den Grundlagen arbeiten. Beispielsweise Laufen und Kräftigungsübungen. Zweitens: Mit der Hälfte des gewohnten Trainings beginnen und dann langsam steigern. Wichtig auf dem Weg zum Normalmaß sind Regenerationsphasen. Dabei helfen könne die 3:1-Regel. Soll heißen: Nach drei Tagen mit Belastung einen Tag Pause einlegen. Als Drittes empfiehlt Fieseler auf Warnsignale des Körpers frühzeitig zu achten und bei Schmerzen zu versuchen, die Ursache möglichst rasch zu ergründen.

Georg Fieseler, der am Mündener Klinikum Chefarzt der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie ist, freut sich, dass sich durch den ZDF-Beitrag auch die TG-Handballer gut darstellen konnten. Dem Zuschauer wird deutlich, dass in der Gymnasiumshalle mit System und einem klaren Konzept trainiert wird. Die medizinische Betreuung der Mannschaft wurde von den Spielern schon zu Drittligazeiten gelobt. Georg Fieseler und auch Sport-Physiotherapeut Mario Heiter sind dem Verein schon seit vielen Jahren verbunden. Georg Fieseler ist von der Bedeutung richtiger Trainingssteuerung nach über einem halben Jahr Pause überzeugt. Er sagt: „Viele Sportler denken, dass sie es ja von Gott gegeben haben und deshalb nicht besonders aufpassen müssen.“ Doch diese Einstellung könnte sich gerade jetzt zu Beginn schnell rächen. (Manuel Brandenstein)

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