Verbandsliga: Jens Wiegräfe kehrt nach sechs Jahren zur TG zurück

Vom Jungspund zum Führungsspieler

Auf ihm ruhen einige Hoffnungen der TG: Jens Wiegräfe, der sich hier vor der Kasseler Stadthalle dem Fotografen stellt. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Schon mehrere Jahre war Handball-Verbandsligist TG Münden bemüht, Jens Wiegräfe wieder zurückzuholen. Jetzt hat es endlich geklappt. Auf den 29-Jährigen kommt eine Führungsrolle im Team zu.

„Die sechs Jahre in Gensungen waren eine schöne Zeit. Dort wird der Handball richtiggehend gelebt“, sagt der 29-Jährige. In Münden sei damals vor seinem Wechsel zu wenig gesprochen worden. Es war die Zeit, als die TG mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen nicht viel anfangen konnte. „Da kam so ein Angebot eines Traditionsvereins gerade recht. Es war eine neue Herausforderung“, erinnert sich Wiegräfe, der als Highlight ein Pokalspiel gegen Bundesligist Rhein Neckar Löwen bestreiten durfte. Auch nach dem Abstieg aus der 3. Liga blieb er im Schwalm-Eder-Kreis. „Ich habe den Weg der TG aber immer weiter verfolgt und den Kontakt zu einigen Spielern gehalten“, berichtet der Rückraumspieler.

Die abgelaufene Serie verlief für ihn alles andere als optimal. Aufgrund seines Referendariats am Göttinger Hainberg-Gymnasium konnte er nur eingeschränkt trainieren und wurde in erster Linie in der Gensunger Abwehr eingesetzt. Im Winter warf ihn dann auch noch eine Lungenentzündung ein paar Wochen lang aus der Bahn.

Als feststand, dass er eine Lehrerstelle in Moringen erhalten würde (Fächer: Sport und Spanisch), lag plötzlich Münden wieder auf seinem täglichen Weg, denn Wohnort soll Kassels Vorderer Westen bleiben. „Bei der TG werde ich natürlich auch im Angriff wieder ganz anders gefordert werden“, meint er. Mit seiner möglichen Position im rechten Rückraum habe er auch als Rechtshänder keine Probleme. „Ich habe in Gensungen schon dort gespielt.“

Mit ihm und Christian Grambow wird die TG auf den Halbpositionen auch körperlich einiges darstellen können. Mit den Saisonzielen hält sich Jens Wiegräfe aber zurück: „Niemand von uns kann diese Verbandsliga wirklich realistisch einschätzen. Ich denke aber schon, dass wir eine gute Mannschaft zusammen haben.“

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