Handball-Verbandsliga: Der MTV muss eine weitere bittere 21:22-Derbypille gegen die HSG Plesse-Hardenberg schlucken

Moringer Geschichte wiederholt sich

Beifall für die Mitspieler: Die Bank der HSG Plesse-Hardenberg mit Trainer Jens Wilfer (rechts) hatte am Ende des Derbys reichlich Grund zur Freude. Fotos: zje

Moringen. „Wenn wir am Ende ein Tor mehr haben, bin ich zufrieden.“ Mit diesem Satz kurz vor dem Anpfiff des Derbys der Handball-Verbandsliga erwies sich Jens Wilfer als guter Prophet. Seine HSG Plesse-Hardenberg setzte sich am Freitag in einem packenden und am Schluss hochdramatischen Nachbarschaftsduell beim MTV Moringen mit 22:21 (9:11) durch.

Freude pur an der Burgbreite erneut bei den Gästen. Das „Auswärtssieg“ und „Derbysieger“, skandiert von der jubelnden HSG-Crew, dürfte Moringens Akteuren schmerzhaft in den Ohren geklungen haben. Die wähnten sich im falschen Film. Die Schlusssequenz der vorangegangenen 60 Minuten war fast eine Kopie der Fuhlen-Partie. „Das Muster war ähnlich. Am Ende hat der Kopf nicht mitgespielt“, haderte MTV-Coach Jürgen Kloth.

Er ließ Plesses Carsten Beyer von Beginn an kurz decken. Für seinen Torjäger sprang Thomas Reimann ein. Mit fünf Treffern hatte er den Hauptanteil an der anfänglichen 7:4-Führung der Gäste. Die blieben dann aber acht Minuten ohne Erfolg. Nach einem 4:0-Lauf lag Moringen wieder vorn und ging mit einer knappen Führung in die Pause. Die wurde nach dem Wechsel nur beim 12:12 (38.) aus der Hand gegeben. Der Tordrang von Clemens Warnecke und tolle Paraden von Tobias Wellhausen sorgten dafür, dass die Heimsieben bis zum 21:19 (55.) stets von vorn agieren konnte. Was dann folgte, kam den MTV-Fans irgendwie bekannt vor ...

Malte Jetzke hob sich seinen einzigen Treffer für den Ausgleich zum 21:21 auf. Den folgenden Fehlpass des MTV nutzte André Regenthal in der 58. Minute zum Plesser Führungstreffer. Jetzt scheiterte Clemens Warnecke zwei Mal am starken HSG-Keeper Julian Zwengel. Bei 15 Sekunden Restspielzeit kam Moringen wieder in Ballbesitz und brachte einen siebten Feldspieler. Mehr als ein direkter Freiwurf, der im Block hängenblieb, sprang aber nicht mehr heraus.

Jürgen Kloth sah „ein Spiel der besseren Sorte. Am Ende hat etwas die Kraft gefehlt. Aber hätten wir immer so gespielt, würden wir nicht da unten stehen.“ Kollege Jens Wilfer sprach von einem glücklichen Sieg gegen einen starken Gegner. „In der zweiten Hälfte haben wir viele freie Würfe liegen gelassen und eine frühere Entscheidung verpasst.“

MTV: Wellhausen, Lorenz - N. Nowakewitz, Bruns 1, Warnecke 12/4, Drews 2, Fröchtenicht, Heiler 5, Fischer, Mick, Springer, M. Goldmann, Dewald 1.

HSG: Ahlborn, Zwengel - P. Schindler 2, Beyer 2, S. Schindler, Herrig 2, Reimann 6, Brill 3, Regenthal 2, Gloth, Meyer 1/1, Jetzke 1, Full 3. (zys)

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