TG Münden muss sich strecken - 29:26 gegen Geismar

Brachte die TG Münden mit drei Toren in Folge auf den Erfolgsweg: Jens Wiegräfe. Foto: Schröter

Hann. Münden. Die Pflichtaufgabe erfüllt - nicht mehr und nicht weniger. So lautet für die Verbandsliga-Handballer der TG Münden das Fazit nach dem glanzlosen 29:26 (13:13)-Heimsieg über den Tabellenneunten MTV Geismar.

Es war nichts für schwache Nerven, was der Tabellenzweite seinen Fans im vorletzten Heimspiel dieser Saison bot. Sah es zunächst so aus, als würde das Team des Trainergespanns Matthias Linke und Dominic Leinhart kurzen Prozess mit dem Außenseiter machen (nach sechs Minuten führte die TG bereits mit 4:1 und nach 19 Minuten mit 11:6), schlichen sich im Angriff zunehmend Fehler ein. Immer wieder scheiterten die Gastgeber am eigenen Unvermögen oder am glänzend aufgelegten MTV-Keeper Jesper Mühlenbrock, der vor allem bei Würfen von außen kaum zu bezwingen war. Besonders der Rückraum mit dem indisponierten Justin Brand und dem trotz seiner sechs Treffer insgesamt enttäuschenden Christian Grambow agierte jetzt viel zu harmlos. Und weil die Mündener plötzlich auch in der Verteidigung keinen Zugriff mehr auf die körperlich unterlegenen Göttinger bekamen, waren diese in der Schlussphase der ersten Halbzeit das klar bessere Team und arbeiteten sich wieder heran.

Wer dachte, die Gastgeber würden mit frischem Schwung aus der Kabine kommen und ihrer Favoritenrolle jetzt gerecht werden, sah sich getäuscht. Auch die Einwechslung von Jendrik Janotta zeigte keinerlei Wirkung und spätestens beim Mündener Rückstand von 16:19 (40.) setzte das große Zittern beim entsetzten und immer leiser werdenden TG-Anhang ein. Doch dann fingen sich die Mündener plötzlich wieder und als der beim Stand von 23:24 (52.) gerade wieder eingewechselte Jens Wiegräfe innerhalb von nur eineinhalb Minuten drei Treffer in Folge erzielte, ließen sie sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Durch diese wenig berauschende Vorstellung haben es die Mündener verpasst, etwas für ihr Torverhältnis zu tun. Da der punktgleiche Verfolger Eintracht Hildesheim II es jedoch deutlich besser machte und den MTV Müden/Ötzen in dessen eigener Halle mit 43:26 abfertigte, ist es plötzlich noch viel enger geworden im Kampf um Platz zwei, als es ohnehin schon war. Gerade mal fünf Tore beträgt der Vorsprung der TG nur noch bei der Tordifferenz, die wohl am Ende den Ausschlag über Aufstieg und Nicht-Aufstieg geben wird - vorausgesetzt, die Kontrahenten halten sich in den beiden noch ausstehenden Spielen schadlos. Und da beide ein ganz ähnliches Restprogramm haben (TG gegen Braunschweig und in Altencelle, Hildesheim gegen Rhumetal und in Braunschweig) und auch die Braunschweiger als Vierte mit nur einem Zähler Rückstand noch voll im Rennen sind, dürfte bis zur letzten Sekunde dieser abwechslungsreichen Saison Hochspannung garantiert sein.

TG: Görtler, Klocke - Wiegräfe 6, Backs 6, Grambow 6/1, Prinz 3, Bolse 3, Rentsch 3, Michalke 1, Pfaffenbach 1, Janotta, Brand. (per)

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