Grambow lässt die Steine purzeln / Rote Laterne bleibt aber

Mündener Rückraumspieler trifft zum Sieg

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Wichtiger Schütze in der Schlussphase: Christian Grambow führte die TG zum Erfolg gegen Warberg. 

Ihren vierten Saisonsieg feierten am Samstag die Verbandsliga-Handballer der TG Münden mit dem hart erkämpften 24:23 (13:15)-Heimerfolg über den HSV Warberg/Lelm.

„Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen“, freute sich Trainer Matthias Linke nach 60 aufregenden Minuten. Da ahnte er wohl noch nicht, dass dieser Sieg seiner Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt momentan kein Stück weiterhilft. Weil gleich alle drei Mit-Abstiegskandidaten ihre Spiele gewannen (am überraschendsten war dabei sicher der 31:29-Sieg der HG Rosdorf-Grone über den Tabellenzweiten Börde Handball), bleiben die Mündener Tabellenletzter. Und am kommenden Wochenende geht es zum Spitzenreiter nach Fallersleben…

Dennoch hatte der Sieg für die Linke-Sieben viel Gutes. „Endlich haben sich die Jungs einmal für ihren kämpferischen Einsatz belohnt“, meinte der TG-Coach. Tatsächlich war die Partie auf beiden Seiten mehr von Kampf und Krampf bestimmt als von spielerischer Klasse. Es dauerte geschlagene fünf Minuten und elf (!) Angriffe, bis überhaupt das erste Tor fiel – und das auch noch durch einen von Nico Backs verwandelten Siebenmeter. Danach war der Knoten zwar geplatzt. Doch weil auch die Gäste aus dem Landkreis Helmstedt allmählich ihren Rhythmus fanden und immer wieder aus dem Rückraum trafen, konnte sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen.

War die Partie schon bis dahin nichts für schwache Nerven gewesen, spitzten sich die Ereignisse in den letzten 30 Sekunden geradezu dramatisch zu. Beim Stand von 23:23 und angedrohtem Zeitspiel hatten die Mündener bei eigenem Freiwurf nur noch einen einzigen Pass zur Verfügung. „Handball-Ruheständler“ Christian Grambow, der sich wie schon vor einer Woche auch diesmal wieder zur Verfügung gestellt hatte, übernahm die Verantwortung, stieg vor der Abwehr hoch und versenkte die Kugel halbhoch neben dem rechten Pfosten. Als es der über 60 Minuten konsequent zupackenden TG-Abwehr dann gelang, den folgenden HSV-Angriff zu unterbinden und den Ball zu erobern, stand die mit rund 200 Zuschauern (davon knapp 50 mitgereiste Gästefans) gefüllte Gymnasiumshalle Kopf. Unter dem Jubel ihres Anhangs, der sich längst von den Sitzen erhoben hatte, ließen die Mündener die letzten Sekunden herunterlaufen und fielen sich nach dem erlösenden Schlusspfiff überglücklich in die Arme.

In den kommenden Wochen gilt es, sich an dieses gute Gefühl zu erinnern und alles dafür zu tun, es in den verbleibenden acht Spielen noch so oft wie möglich zu erleben. Nur dann kann der freie Fall in die Landesliga verhindert werden.

TG Münden: Sonne, Hüsken – Backs 7/5, Grambow 4, Kleinschmidt 4, Bode 2, Weinberger 2, Bolse 2, Hartig 2, Pfaffenbach 1, Fehling, Mangels, Rohdich.

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