Spieler-Vorstellung: Jurastudent wechselte von Eintracht Baunatal zur TG

TG Mündens Neuzugang Justin Brand denkt an Wiederaufstieg

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Hat sich mit der TG einiges vorgenommen: Justin Brand.

Hann. Münden. Trotz des Abstiegs in die Handball-Verbandsliga hat die TG Münden gute Neuzugänge für sich gewinnen können. Einer davon ist der Ex-Baunataler Justin Brand.

Handball-Verbandsligist TG Münden startet in die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Schon am Freitagabend steht das erste Testspiel an (20 Uhr bei Oberligist Northeim). In einer kleinen Serie stellen wird die Mündener Neuzugänge vor. Heute: Justin Brand.

Mit ihm dürfte sich die TG eine echte Verstärkung an Bord geholt haben. „Für mich zählt nichts Anderes als der sofortige Wiederaufstieg“, sagt der 21-Jährige, der trotz seines jungen Alters schon auf eine beachtliche Laufbahn zurückblicken kann. Bereits mit fünf Jahren begann Brand in Braunschweig mit dem Handballssport. Einige Jahre später zog er zusammen mit seinen Eltern nach Göttingen, wo er für Rosdorf spielte. Mit 14 ging der Rechtshänder nach Hildesheim aufs Sportinternat, ein Jahr später folgte der Wechsel in die Kaderschmiede des Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt. Dort spielte er in der B- und A-Jugend.

Dass es für den Rückraumspieler dann nicht für den Bundesliga-Kader reichte, mag zum einen an der – im Gegensatz zur Konkurrenz auf dieser Position – eher bescheidenen Körpergröße von „nur“ 1,86 Meter gelegen haben. „Das Trainingspensum war mir aber auch zu brutal“, gibt Justin Brand unumwunden zu. Sein erstes Jahr im Herrenbereich verbrachte er dann bei den Sportfreunden Springe, wo er auch sofort zu den Stammspielern zählte. Aus privaten Gründen wechselte er nach nur einem Jahr zum Oberligisten TV Jahn Duderstadt und nach dessen Auflösung 2015 zum Drittligisten Eintracht Baunatal.

„Dort wäre ich eigentlich sehr gerne geblieben, aber da ich inzwischen ein Jurastudium in Göttingen begonnen habe, wurde mir die Fahrerei einfach zu viel“, sagt Brand. Da er Kontakt zur TG Münden hatte (die Verantwortlichen hatten schon vor einem Jahr nach dem Duderstädter Rückzug bei ihm angefragt) und da er gleich mehrere Spieler noch aus der Jugendzeit kennt, entschied er sich trotz des Abstiegs in die Verbandsliga für einen Wechsel dorthin. „Dieser Abstieg kam für mich sehr überraschend“, sagt der 21-Jährige, der seine Entscheidung dennoch nicht bereut. „Das ist ein tolles Team, das sich jetzt noch einmal gezielt verstärkt hat“, erwartet Brand eine erfolgreiche Saison. „Zumindest dann, wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben.“ Der Rückraum sei bärenstark besetzt und mit Alexander Klocke habe man einen richtig guten Keeper zwischen den Pfosten. „Mit dieser Mannschaft möchte ich gerne etwas aufbauen“, sagt Justin Brand, der sich selbst abseits des Spielfeldes als „humorvoll und verlässlich“ beschreibt, auf dem Platz als „Teamplayer, der nur schlecht verlieren kann“. Geht es nach ihm, gibt es in Hann. Münden in einem Jahr wieder Oberligahandball zu sehen. „Und ich verspreche, meinen Teil dazu beizutragen.“

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