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Sternstunde der TG Münden gegen Tabellenzweiten

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Von: Per Schröter

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Mündener Spieler tanzen vor Freude auf dem Spielfeld der Gymnasiumshalle.
Es durfte getanzt werden: Nach dem völlig überraschenden Heimsieg gegen Braunschweig war die Stimmung bestens. © Per Schröter

Ein echtes Handballfest erlebten die Zuschauer beim ebenso überraschenden wie hochverdienten 33:27 (16:14)-Sieg der TG Münden über den Verbandsliga-Zweiten MTV Braunschweig II.

Hann. Münden – Nur drei Tage nach der bitteren 25:26-Heimpleite gegen die HSG Oha, bei der sich die Mündener durch eine katastrophale Chancenverwertung quasi selbst schlugen, schien es beim Stand von 4:7 nach zehn Minuten so, als würde es erneut in die falsche Richtung laufen. Als das Trainerduo Pascal Zügler und Sebastian Flechtner ihr Team dann jedoch während einer Auszeit wachrüttelte und noch einmal auf die vor dem Spiel ausgegebene taktische Marschroute einschwor, platzte der Knoten.

Hatten die Mündener in der Anfangsphase so ihre Schwierigkeiten mit der offensiv stehenden 5:1-Abwehr der Gäste gehabt, fanden sie jetzt genau die richtigen Mittel dagegen. Aus der Tiefe des Raums kommend (Spielmacher Christian Grambow ließ sich teilweise bis hinter die Mittellinie zurückfallen), ließ die TG den Ball mit hohem Tempo hin und her laufen, um dann genau im richtigen Moment nach vorne zu stoßen und die sich am Kreis bietenden Lücken zu finden. Hochkonzentriert im Abschluss und mit einer hohen Wurfeffizienz klingelte es nun ein ums andere Mal im MTV-Gehäuse. Und weil die Mündener gleichzeitig in der Abwehr einen blitzsauberen Job machten und auch Mario Görtler im Tor einen guten Tag erwischte (am Ende standen für ihn starke 16 Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter zu Buche), bekamen sie mehr und mehr Oberwasser.

Mochte so mancher Fan beim Pausenstand von 16:14 seinen Augen schon kaum trauen, wurde es zu Beginn des zweiten Durchgangs noch wilder. Mit der wohl besten Vorstellung der bisherigen Saison spielten die Gastgeber den Favoriten nun förmlich an die Wand und bauten ihren Vorsprung innerhalb von sieben Minuten auf 20:14 aus. Erst eine (ziemlich fragwürdige) Zeitstrafe für Marc Imberger und in der Folge eine konsequente Manndeckung für Christian Grambow brachte sie zwischenzeitlich etwas aus dem Tritt. Als sich die Gäste jedoch auf 19:21 (42.) herangearbeitet hatten, nahmen die Mündener Trainer wieder eine Auszeit – und das erneut zum richtigen Zeitpunkt. Anschließend gelang es ihren Jungs zumindest, den Zwei-Tore-Vorsprung zu verteidigen. Und als die Braunschweiger fünf Minuten vor Schluss alles auf eine Karte setzten, um das Spiel doch noch umzubiegen, war es vor allem Mario Görtler, der ihnen mit tollen Paraden einen Strich durch die Rechnung machte.

„Heute hat man gesehen, was möglich ist“, freuten sich Pascal Zügler und Sebastian Flechtner über eine „mannschaftlich geschlossene Leistung, in der jeder Einzelne seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat“. Bei einer TG in dieser Form muss sich auch Spitzenreiter Alfeld nach den Osterferien definitiv warm anziehen.

TG Münden: Görtler, Sonne – Grambow 10/2, Weinberger 8, Rusteberg 5, Bolse 4, Rohdich 4, Muth 1, Serbest 1, Bode, Huber, Rumpf, Imberger. (Per Schröter)

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