Verbandsliga-Niedersachsen

TG Münden beweist gegen HG Elm Heimstärke

Mündens Marc Imberger.
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Präsentierte sich treffsicher: Mündens Marc Imberger.

Riesenstimmung herrschte in der Mündener Gymnasiumshalle, wo Handball-Verbandsligist TG Münden vor rund 200 Zuschauern einen überraschenden 30:28 (13:9)-Sieg über den Tabellendritten HG Elm feierte.

Hann. Münden – „Oh, wie ist das schön“ halte es durch die Halle, nachdem um 20.58 Uhr die Schlusssirene ertöne war. Damit würdigten die Fans vor allem die Leistung, die ihre Mannschaft in den ersten 52 Minuten gezeigt hatte. Trotz der beiden zuletzt erlittenen Auswärtsniederlagen waren die endlich wieder in Bestbesetzung angetretenen Mündener mit viel Mut in die Partie gestartet und ließen die Gäste dank ihrer aggressiv zupackenden und insgesamt gut funktionierenden Abwehr überhaupt nicht zu ihrem Spiel finden. Fand dann doch einmal ein HG-Spieler die Lücke oder konnte das TG-Abwehrbollwerk durchbrechen, dann war zumeist Torwart Patrick Sonne zur Stelle, der mehr als 20 (zum Teil spektakuläre) Paraden zeigte und im Spielverlauf immer wieder mit Sprechchören von der Tribüne aus gefeiert wurde.

Nur neun Gegentore vor der Pause gegen einen Gegner dieses Kalibers sprechen eine klare Sprache. Hätten die Gastgeber im ersten Durchgang vorne ihre (teilweise glasklaren) Chancen besser genutzt, wäre die Partie schon nach 30 Minuten entschieden gewesen. Doch während mit Justus Huber und Gian Luca Rusteberg vor allem die beiden kleinsten Spieler auf dem Feld ein ganz großes Spiel machten und die HG-Abwehr immer wieder vor Riesenprobleme stellten, waren es besonders die Routiniers wie Christian Grambow und Nico Backs, die wiederholt mit ihren Würfen hängen blieben und sich auch immer wieder unnötige Abspielfehler leisteten.

Immerhin kamen die Mündener mit genauso viel Schwung aus der Kabine, hielten die Konzentration hoch, verteidigten ihren Vorsprung und bauten diesen über 15:10 (35.) und 20:15 (46.) sogar auf sechs Tore aus (25:19/51.). Als dann jedoch der mit fünf Treffern effektivste TG-Werfer Marc Imberger seine dritte Zeitstrafe kassierte (übrigens völlig zu Unrecht) und somit die Rote Karte sah, kippte das Spiel plötzlich. Tor um Tor arbeiteten sich die Gäste nun heran, stellten zwei Minuten vor Schluss auf offene Manndeckung um und spätestens beim 28:29 aus ihrer Sicht 40 Sekunden vor Schluss war der TG-Sieg ernsthaft in Gefahr.

Während es erneut die zum Teil Oberliga-erfahrenen Mündener Routiniers gewesen waren, die mit dieser Situation überfordert schienen und sich bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder Ballverluste geleistet hatten, behielt mit Justus Huber wieder einer der ganz jungen Spieler die Nerven und sorgte zwölf Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Treffer zum 30:28 dafür, dass nicht nur den Fans, sondern auch den Trainern Pascal Zügler und Sebastian Flechtner ein Riesenstein vom Herzen fiel.

Am Rande: Mit an Bord war erneut der einzige externe Neuzugang, Sinan Serbest. Der Polizeischüler hat sich nach einer längeren Handballpause der TG angeschlossen und wurde auf beiden Halbpositionen eingesetzt.

TG Münden: Sonne, Görtler – Imberger 5, Grambow 4, Huber 4, Rusteberg 4, Weinberger 3, Rohdich 3, Bode 2, Muth 2, Serbest 1, Backs 1, Heinemann 1, Bolse. (Per Schröter)

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