Ziel: Schnell Fakten schaffen

TG Münden: Rentsch und Wiegräfe kehren als Teammanager zurück

Jann Rentsch am Kreis (l.) erwartet einen Pass von Jens Wiegräfe.
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Hier waren sie noch gemeinsam auf dem Spielfeld aktiv: Jann Rentsch am Kreis (l.) und Jens Wiegräfe, der den Pass gibt.

Sie kennen sich von klein auf und werden nun gemeinsam hinter den Kulissen der TG Münden wichtige Entscheidungen treffen. Jann Rentsch und Jens Wiegräfe heißen die neuen Teammanager der Handballer im Südzipfel Niedersachsens.

Hann. Münden – Damit sind die Aufgaben im Verein auf zusätzliche Schultern verteilt worden. Spartenleiter ist weiterhin Arne Endig, 2. Vorsitzender und Spielwart – mit den Kontakten zum Landesverband – Reiner Schmitz und Geschäftsführer der für das Verbandsligateam zuständigen Handball Consulting Münden (HCM) Jannik Kratzenberg.

Die wichtigste Aufgabe von Rentsch und Wiegräfe ist es nun, funktionsfähige Mannschaften auf die Beine zu stellen. Zu normalen Zeiten würde die TG ihrem Zeitplan deutlich hinterher hinken. Anfang April sind weder mit dem Trainergespann noch den Spielern Fakten geschaffen. Jens Wiegräfe sieht das recht entspannt. Er meint: „Der Druck war in dieser Lage, in der wir noch gar nicht wissen, wie und wann es weitergeht, nicht so groß wie sonst. Die Trainer der Verbandsligamannschaft hatten schon seit Längerem gesagt, dass sie weitermachen wollen.“ Jann Rentsch fügt hinzu: „Erste Priorität hat, dass wir die Vorgespräche, die die Trainer Sebastian Flechtner und Pascal Zügler mit den Spielern geführt haben, soweit fortsetzen, dass wir Nägel mit Köpfen machen und die Spieler an uns binden. Danach werden wir in die Sponsorengespräche einsteigen, was vermutlich aufgrund der Pandemielage höchst schwer wird.“ Vielleicht hilft bei dieser Aufgabe die neue Möglichkeit des Hann. Mündener Einzelhandels, in einem Pilotprojekt des Landes Niedersachsen für mehr Öffnungszeiten sorgen zu dürfen.

Auch mit der zweiten TG-Mannschaft und der Verbindung zur JSG Münden/Volkmarshausen werden sich Rentsch und Wiegräfe befassen. Letzterer unterstreicht: „Es ist für uns wichtig, ein neues Wir-Gefühl zu erzeugen und daraus wird es vielleicht auch leichter Leute zu gewinnen, die mitarbeiten wollen. Zum Hintergrund: Die TG hat es seit längerer Zeit nicht realisieren können, eine für sie vorgesehene Stelle im JSG-Vorstand zu besetzen. Dort ist bis auf Weiteres Markus Jerrentrup vom zweiten Stammverein SV Schedetal Volkmarshausen allein verantwortlich. Besonders zu den A-Jugendlichen soll Kontakt gepflegt werden. „Den Jugendlichen wollen wir klarmachen, welche Schritte sie gehen müssen, um eventuell auch im Männerbereich leistungsorientiert spielen zu können“, betont Wiegräfe.

TG-Spartenleiter Arne Endig ist froh, Wiegräfe und Rentsch wieder für die gemeinsame Sache gewonnen zu haben. Absehbar war das keineswegs. Jann Rentsch, der mittlerweile in Dransfeld lebt und geheiratet hat, hatte vier Jahre lang parallel auf und neben dem Spielfeld alles für die TG gegeben und sich im Frühjahr 2020 verabschiedet. Mittlerweile hat er aber auch als Polizeibeamter wieder mehr Kapazitäten frei als zuvor gedacht. Der 35-Jährige geht zudem davon aus, „dass die neue Funktion bei der TG nicht einen ganz so großen Wust an Aufgaben beinhaltet, wie es während der vier Jahre war“.

Jens Wiegräfe spielte bis zum Saisonabbruch im März vergangenen Jahres im TG-Rückraum, wurde aber durch anhaltende Kniebeschwerden letztlich ausgebremst. Sportliche Zukunft ungewiss. Der 34-jährige Lehrer für Spanisch und Sport gibt zu: „Ich habe erst mal etwas Abstand gesucht und gebraucht. Dann kam nach und nach wieder Lust, mich im Handball zu betätigen.“

Im Gespann wollen sich beide die Aufgaben teilen und dazu beitragen, den Mündener Männerhandball auf einem ansprechenden Level zu halten. (Manuel Brandenstein)

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