Handball-Verbandsliga

TG Münden schlägt Ninenburg II klar mit 35:21

Mit vollem Einsatz gingen die TG-Spieler (am Ball Maurice Bode) die gesamte Spielzeit über zu Werke – und rissen damit das Publikum mit.
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Mit vollem Einsatz gingen die TG-Spieler (am Ball Maurice Bode) die gesamte Spielzeit über zu Werke – und rissen damit das Publikum mit.

Minutenlange stehende Ovationen von den heimischen Zuschauern – und natürlich zwei Punkte – waren der Lohn für die Spieler von Handball-Verbandsligist TG Münden nach der vielleicht besten Saisonleistung. Gegen die HSG Nienburg II gewannen die Mannen des Trainer-Duos Pascal Zügler/Sebastian Flechtner souverän mit 35:21 (16:9).

Hann. Münden - Entsprechend zufrieden waren die Coaches mit dem Auftritt ihres Teams. „Das war genau die richtige Reaktion nach der Derby-Niederlage“, sagte Sebastian Flechtner. Nach dem teilweise desaströsen Auftritt beim MTV Rosdorf (23:28) waren die TG-Spieler von Anfang an um Wiedergutmachung bemüht. Nach nur anderthalb Minuten Spielzeit hatten die Gastgeber bereits drei Mal getroffen. Die zuletzt so vermisste Konsequenz war in vielen Phasen des Mündener Spiel spürbar. Mit kleinen Ausnahmen allerdings.

Nach dem 7:3 durch Clemens Rohdich (7. Minute) ließen es die TG-Akteure etwas schleifen, Nienburg II kam auf 7:8 heran. Das Trainergespann nahm eine Auszeit (14.). Offenbar genau zur richtigen Zeit, denn nun lief es wieder bei den Hausherren. Bis zur Pause zog Münden auf 16:9 davon. „Wir haben auch in der ersten Halbzeit saugut gespielt, die Abwehr stand super. Aber wird haben zwischenzeitlich zu viele freie Dinger verworfen“, analysierte Flechtner.

Konsequent im Abschluss wie hier Nico Backs (links) zeigte sich die TG gegen Nienburg II in vielen Phasen.

Noch einmal tauchte dieses Problem in der zweiten Hälfte aus, als die TG mehrere Tempogegenstöße verwarf. In dieser Phase war das Spiel aber schon entschieden. Eigentlich bestand ab Mitte der ersten Hälfte kein Zweifel mehr daran, wer die Platte als Sieger verlassen würde. Dennoch bemerkte Flechtner: „In solchen Situationen müssen wir weiter lernen. Die Trefferquote ist ausbaufähig. Das ist unser Problem in dieser Saison.“ Ein Problem, das gegen Nienburg II nicht so deutlich zutage trat, weil jeder mit vollem Einsatz dabei war.

Das freute die Trainer ganz besonders. „Es hat jeder gespielt und vorne hat jeder gezogen. Wir konnten viel durchwechseln und jeder – von der 1 bis zur 14 – hat seine Leistung gebracht“, lobte Flechtner. In der Tat: Alle zwölf Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen und auch beide Torhüter zeigten eine gute Leistung. Als Mario Görtler in der zweiten Hälfte Patrick Sonne im Kasten ersetzte, schwang sich der vom Publikum frenetisch gefeierte Keeper sogar zum Albtraum der HSG-Offensive auf, nahm mehrere freie Bälle weg und hielt zwei Siebenmeter.

Einen herausragenden TG-Akteur gab es dann aber doch. Rückraum-Ass Tim Weinberger war mit acht Toren nicht nur bester Torschütze der Partie, sondern initiierte immer wieder Aktionen und trieb sein Team an. „Er hat ein super Spiel gemacht. Wenn es bei Tim läuft, muss man ihn manchmal sogar eher bremsen“, sagte Flechtner, der aber betonte: „An und für sich möchte ich keinen herausnehmen. Es war eine super Mannschaftsleistung.“

Tim Weinberger traf acht Mal für die TG.

Und so durften sich die Mündener Handballer nach der Schlusssirene ausgiebig vom Publikum feiern lassen. Und mehr noch: „Die Jungs haben sich ihr Kaltgetränk auf jeden Fall verdient“, sprach Flechtner und gesellte sich schnell zu seinen Jungs.

TG Münden: Sonne, Görtler – Weinberger (8), Imberger (5), Huber (4), G. L. Rusteberg (4), Hartig (3), Bolse (2), Rohdich (2), N. Backs (2/2), Heinemann (2), Bode (1), Muth (1), Serbest (1).

Strafminuten: 6 – 8.

Von Andreas Arens

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