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TG Münden überrascht gegen TSV Anderten II

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Von: Per Schröter

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Gian Luca Rusteberg wirft.
Starke Vorstellung: Gian Luca Rusteberg war vor allem in der ersten Halbzeit kaum zu stoppen. © Per Schröter

Das war wichtig für die Verbandsliga-Handballer der TG Münden: Ihnen gelang ein Heimsieg gegen den TSV Anderten II.

Hann. Münden – Dass Totgeglaubte eben doch hin und wieder länger leben, stellten am Samstagabend die Verbandsliga-Handballer der TG Münden auf beeindruckende Art unter Beweis. Mit dem ebenso unerwarteten wie letztlich hochverdienten und wild umjubelten 27:25 (11:7)-Heimerfolg über den bisherigen Tabellenzweiten TSV Anderten II kletterten die Mündener auf Tabellenplatz zwölf und verließen damit die Abstiegszone.

„Ich bin heute richtig ergriffen“, freute sich Trainer Pascal Zügler nicht nur über die beiden eminent wichtigen Punkte, sondern vor allem über die Art und Weise, wie sein Team 60 Minuten lang aufgetreten war. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung, bei der jeder Einzelne seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat“, lobte Zügler.

Dabei hatte das Spiel alles andere als gut angefangen für die TG. Wie schon bei der Heimniederlage gegen Hildesheim wirkten die Mündener in der Anfangsphase nervös und leisteten sich viele Ballverluste und Fehlversuche. Erst in der achten Spielminute war es Klemens Rohdich, der beim Stand von 0:3 den ersten Treffer erzielte. Und der wirkte wie ein Brustlöser.

Angefeuert von den diesmal trotz strenger Corona-Regeln deutlich über 100 Zuschauern spielte sich ihre Mannschaft jetzt in einen wahren Rausch. Hinten blitzschnell verschiebend und den Ballführenden aggressiv angehend, zwangen sie die Gäste-Angreifer immer wieder zu leichten Fehlern, um dann mit der schnellen ersten und zweiten Welle vorne konsequent die eigenen Chancen zu nutzen. Vor allem aus dem Rückraum, wo Christian Grambow in der Mitte die Kommandos gab und im ersten Durchgang Gian Luca Rusteberg und Tim Weinberger kaum zu stoppen waren, klingelte es immer wieder im Tor der Gäste aus Hannover. Nicht wenige Zuschauer dürften beim Stand von 7:4 für die TG ihren Augen kaum getraut haben. Das waren gerade einmal 19 Minuten gespielt.

Nachdem die Mündener ihren Vorsprung bis zur Pause sogar auf vier Tore ausgebaut hatten, machten sie auch danach ihre Sache im Angriff weiterhin richtig gut. Weil aber Torwart Patrick Sonne, der im ersten Durchgang noch mit sieben Paraden zu glänzen gewusst hatte, ebenso kaum mehr eine Hand an den Ball bekam wie dann auch der für ihn eingewechselte Mario Görtler, drohte das Spiel spätestens beim Stand von 20:19 (49.) zu kippen. Erneut waren es dann die drei Rückraumstrategen Grambow, Weinberger und Rusteberg, die immer wieder Verantwortung übernahmen und die Gastgeber mit ihren Treffern in Führung hielten. Richtig kribbelig wurde es nochmal, als Anderten zwei Minuten vor Schluss auf offene Manndeckung umstellte und Marcel Immer 14 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter auf 25:26 verkürzte. Als Kiron Hartig sich aber in doppelter Unterzahl den Ball schnappte und per Sololauf mit der Schlusssirene den 27. Mündener Treffer erzielte, brachen in der Halle alle Dämme.

TG Münden: Sonne, Görtler – Grambow 9/3, Rusteberg 6, Weinberger 4, Rohdich 3, Bolse 2, Hartig 2, Bode 1, Serbest, Fehling, Huber, Heinemann, Imberger. (Per Schröter)

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