Schlussphase zum Vergessen

TG Münden vergibt gegen Groß Lafferde zu viele Chancen

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Eigentlich schon Handball-Rentner: Christian Grambow (am Ball) lieferte eine starke Leistung ab. 

Fast schon fahrlässig gab  Handball-Verbandsligist TG Münden  das Heimspiel gegen den MTV Groß Lafferde aus der Hand, verlor mit 29:32 (16:16) und rutschte wieder ans Tabellenende. Auf die 13. Saisonniederlage gehen wir im Frage-Antwort-Spiel ein.

Wie war der Spielverlauf am Samstagabend?

Die TG tat sich von Beginn an schwer, erreichte aber bis zur Halbzeit immerhin ein Unentschieden. Nach dem Seitenwechsel gerieten die Hausherren mit vier Treffern in Rückstand (19:23/41. Minute), ehe plötzlich fast alles gelang. Jetzt bejubelten die rund 250 Zuschauer in der gut gefüllten Gymnasiumshalle Treffer auf Treffer – vieles erinnerte bis zum 27:25 (50.) an die hervorragende zweite Halbzeit gegen Rosdorf. Nur, dass es diesmal kein Happy End gab. In den verbleibenden Minuten vergaben die Mündener Angreifer selbst klarste Torchancen und gingen wieder einmal enttäuscht vom Feld.

Was waren die Hauptgründe für die Niederlage?

Vor allem das deutliche Plus der Gäste auf der Torhüterposition. Die TG hatte diesmal keine Alternativen: Patrick Sonne, der in Braunschweig ein starkes Spiel abgeliefert hatte, sah bereits nach sechs Spielminuten die Rote Karte und musste auf die Tribüne. Bei einem Gästekonter hatte er Körperkontakt außerhalb des Wurfkreises mit einem Groß Lafferder Spieler gehabt. Es gab keine Mündener Proteste gegen diese Entscheidung. Da der nächste TG-Keeper, René Hüsken, noch Rückenprobleme hatte und deshalb geschont wurde, musste Mario Görtler die Begegnung allein zwischen den Pfosten bestreiten, erwischte aber einen gebrauchten Tag. Allerdings fehlte gegen die keinesfalls von der Statur her angsteinflößende Gästeoffensive auch die Unterstützung der Abwehr. So konnte sich Groß Lafferdes Rechtsaußen Jan Kanning nach Herzenslust austoben und neun Treffer erzielen.

Gab es auch Lichtblicke?

Ja. Vor allem der wieder eingesprungene, schon zweimal in den sportlichen Ruhestand verabschiedete, Christian Grambow wusste zu gefallen. Gemeinsam mit dem sich steigernden Jens Wiegräfe und Hauptwerfer Nico Backs in einem überzeugenden Rückraum schien er die TG zum Sieg führen zu können. Doch die anderen Positionen fielen dafür zu stark ab.

Was ist nun mit einem Blick voraus zu sagen?

Aus Zuschauersicht war am Samstag völlig unverständlich, warum sich eine Mannschaft im Abstiegskampf von einem höchstens durchschnittlichen Gegner zeitweise so vorführen lässt. Während die Konkurrenz aus Rosdorf in der Spielpause ihre Hausaufgaben gemacht hat und am Wochenende vor allem durch Neuzugang Benjamin Jentsch die Nienburger Siegesserie beendete, ist die TG nun erster Anwärter darauf, nur ein Jahr nach dem Oberligaabstieg in die Landesliga durchgereicht zu werden. Im nächsten Heimspiel am Samstag gegen Warberg muss endlich die Trendwende eingeleitet werden. Ansonsten wird es frühzeitig zappenduster.

TG Münden: Sonne, Görtler – Backs 9/5, Wiegräfe 7, Grambow 6, Kleinschmidt 2, Hartig 2, Bolse 1, Weinberger 1, Bode 1, Mangels, Fehling, Rohdich, Pfaffenbach.

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