Handball-Verbandsliga: Burgen-Team zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf

Triumph nach 0:5-Fehlstart

Allein gegen den führenden Torschützen der Verbandsliga: Trotz starker Leistung kassierte Plesses Torhüter Christian Wedemeyer gegen Malte Grabisch 14 Treffer. Foto: Jelinek

Nörten. Noch 30 Sekunden auf der Uhr: Eike Gloth fliegt im Heimspiel gegen den Tabellensechsten SV Aue-Liebenau zu einem artistischen Kempa in den Wurfkreis und hebt den Ball – an die Latte. Den Abpraller verwandelt Patrick Schindler dann aber zum 35:20 (15:10)-Endstand.

50 Minuten vorher hätte kaum jemand der knapp 300 Zuschauer auch nur einen roten Heller auf ein so deutliches Resultat gewettet. Im Gegenteil: Nach den ersten zehn Minuten rieben sich Fachleute wie Fans irritiert die Augen! Nach vier Fehlwürfen lag der Gastgeber mit 0:5 zurück.

In dieser Lage traf HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe zwei glückliche Entscheidungen: „Ich habe bewusst auf das eigentlich angezeigte Team-Time-Out verzichtet, um dem kleinen Kader des SV Aue-Liebenau nicht noch eine zusätzliche Ruhezeit zu verschaffen.“ Außerdem brachte er jetzt Thomas Reimann, der mit seinen Toren und seiner Leistung das Spiel drehte.

Da die Gäste außer Malte Grabisch (im linken Rückraum) und Kai Bergmann (vor der Pause am Kreis, danach als Mittelmann) keinen einzigen Torschützen in ihren Reihen hatten, reichte es aus, dass die HSG-Abwehr mit zunehmender Spieldauer Grabischs Versuche immer öfter erfolgreich abblockte, und Bergmann so gut in den Griff bekam, dass der in den Rückraum auswich.

Nach dem 0:5-Fehlstart war die HSG beim 9:9 (23. Minute) erstmals gleichauf, führte zur Pause bereits mit fünf Treffern (15:10) und hatte spätestens beim 21:11 (38.) die Partie im Sack. Entscheidend war dabei die Viertelstunde vom 6:9 (20.) zum 18:10 (35.).

Coach Böning-Grebe nach dem Abpfiff: „Wir haben trotz des 0:5 Ruhe ausgestrahlt. Das hat sich ausgezahlt.“ Recht hat er, und am Ende war die HSG eben doch das stärkere Team.

Das muss sie am nächsten Samstag in Duderstadt und danach auch gegen die SF Söhre beweisen.

HSG: Wedemeyer-Kuhlenkamp (bis 35.), Ahlborn (bis 60.) - Reimann 7, Brand 6/2, Beyer 5, Gloth 4, Grobe 3, Glapka 2, Herrig 2, P. Schindler 2, S. Schindler 2, Smid 2, Jetzke, Meyer. (eko)

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