Handball-Verbandsliga Männer: Moringen mit turbulenter Saison und Happy End

„Wäre mehr drin gewesen“

Immer voran: Clemens Warnecke (am Ball) trug mit seinen Treffern maßgeblich zum Klassenerhalt des MTV Moringen in der Handball-Verbandsliga bei. Archivfoto:  zje

Moringen. Eine turbulente Saison liegt hinter den Handballern des MTV Moringen. Wie schon in der Premierenspielzeit musste bis zum letzten Spieltag gezittert werden, ehe der Klassenerhalt in der Verbandsliga feststand.

„Der Blick geht nach oben. Ich glaube, wir sind stärker als im Vorjahr“, gab Sascha Heiligenstadt vor Beginn der zweiten Verbandsligasaison des MTV zu Protokoll. Doch der Aufstiegstrainer musste Anfang November nach nur zwei Zählern aus sieben Spielen seinen Hut nehmen. Für ihn übernahm Jürgen Kloth.

Anfängliche Euphorie

„Anfangs war die Euphorie groß. Es haben sich auch schnell Erfolge eingestellt“, erinnert sich der erfahrene Coach an die ersten Wochen. Siege bei Schaumburg II und Müden sowie ein 30:25 in eigener Halle gegen Burgdorf III machten Hoffnung auf eine schnelle Rettung. Daraus wurde aber nichts. In der Mannschaft hatte sich die Meinung verfestigt: Das geht schon so weiter.

Ging es aber nicht. Die Trainingsbeteiligung ließ aus den unterschiedlichsten Gründen nach. „Es haben nicht alle alles für ein besseres Ergebnis getan. Das hat mich nachdenklich gemacht“, schildert Kloth seine Eindrücke.

Deftige Pleiten in Braunschweig und Burgdorf drückten auf die Stimmung. An einem Wochenende wurden zwei Heim-Matchbälle gegen Liebenau und Fuhlen vergeben. Die Rettung kam zunächst unmittelbar vor dem letzten Auftritt gegen Müden am grünen Tisch und dann durch den abschließenden 34:26-Sieg über Müden. Jürgen Kloth sah seine Aufgabe mit der Sicherung der Ligazugehörigkeit erfüllt, obwohl er sich ein längerfristiges Engagement durchaus hätte vorstellen können. Am Ende sah er in Moringen aber keine Perspektive für die nahe Zukunft. „Die Verantwortlichen wollten mehr als die Mannschaft. Ich habe gewisse Ansprüche und Erwartungen. Aber das war nicht mehr mein Ding.“

So reifte der Entschluss, es beim Einsatz als „Feuerwehrmann“ zu belassen. „So ist es auch okay, aber es wäre mehr drin gewesen. Es war trotzdem eine schöne Zeit mit vielen neuen Erfahrungen, positiven und negativen.“ (zys)

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