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Prezic sieht in Münden noch Potenzial

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Von: Manuel Brandenstein

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Hazim Prezic leitete seine erste Einheit in der Gymnasiumshalle.
Trainingsauftakt mit dem neuen Trainer: Am Dienstagabend leitete Hazim Prezic die erste Einheit in der Gymnasiumshalle. Im Hintergrund Marc Imberger (rechts) und Holger Höpcke. © Manuel Brandenstein

Hazim Prezic hat seine neue Aufgabe als Trainer der TG Münden aufgenommen. An seinem ersten Trainingsabend stellte er noch mal einige Dinge klar.

Hann. Münden – Zwei Wochen lang hatten sich die Verbandsliga-Handballer der TG Münden für die erste gemeinsame Trainingseinheit mit ihrem neuen Trainer Hazim Prezic in Form gebracht. Am Dienstagabend übernahm der 59-jährige Coach offiziell das Kommando. Und er kam nicht allein.

Ebenfalls in der Gymnasiumshalle am Ball war sein langjähriger Weggefährte Udo Traute. Der 64-Jährige unterstützte Prezic als Torwarttrainer bereits bei der SHG Hofgeismar/Grebenstein und der HSG Fuldatal/Wolfsanger. Prezic war es wichtig, dass sich Traute nun zweimal wöchentlich um die Keeper kümmert. Denn unter anderem auf dieser Position sieht der neue Coach noch Potenzial. Hazim Prezic ist überzeugt, aus der Mündener Mannschaft noch einiges mehr herausholen zu können. „Allerdings funktioniert das nur, wenn jeder Spieler voll mitzieht und die Art, wie wir es machen, annimmt; denn damit haben wir Erfolg gehabt“, sagt Prezic.

Allerdings funktioniert das nur, wenn jeder Spieler voll mitzieht und die Art, wie wir es machen, annimmt

Hazim Prezic

Die Grundlage dafür ist die Trainingsbeteiligung. Kurzfristige Absagen kann der ehemalige bosnische Nationalspieler Prezic gar nicht leiden. Sollte so etwas häufiger vorkommen, müsste sich der betreffende Spieler wohl auf harte Konsequenzen einstellen. „Wir haben einiges zu verbessern und müssen dafür alle an einem Strang ziehen“, betont der Trainer. Zum einen soll die Abwehr stabiler werden. Außerdem will Prezic die zweite und sogar eine dritte Angriffswelle zum Repertoire des Teams hinzufügen. „Das ist wichtig, da sich die Regeln geändert haben“, sagt der Coach. Mittlerweile sei die sogenannte schnelle Mitte noch einmal erweitert worden: Der Ball müsse nach einem Gegentor nicht mehr zum Anstoßpunkt befördert werden, sondern könne an jeder beliebigen Stelle der Mittellinie in die gegnerische Hälfte getragen werden. Das werde das Spiel noch einmal deutlich beschleunigen.

TG-Torwarttrainer Udo Traute schult die Reflexe von Patrick Sonne beim Fangen von Trainingsshirts.
TG-Torwarttrainer Udo Traute schult die Reflexe von Patrick Sonne beim Fangen von Trainingsshirts. © Brandenstein, Manuel

Am Dienstag bekamen die TG-Spieler nach einem 20-minütigen Ausdauerlauf einen Vorgeschmack von der Detailverliebtheit des neuen Trainers: Prezic war mit der Passqualität in hohem Tempo unzufrieden. „Die brauchen wir aber, wenn wir ein schnelles Spiel aufziehen wollen“, erklärte er, während er seinen zum Großteil doch schon gestandenen Spielern vormachte, wie er sich diese Grundlagenübung vorstellt. Nach dem ziemlich fordernden Start mit dem neuen Coach wissen die Spieler nun, was von ihnen erwartet wird.

Apropos Spieler: Neuzugänge waren keine am Dienstag in der Halle. Eventuell kommt noch ein erfahrener Abwehrspezialist aus der hessischen Landesliga. Zu den nächsten Terminen: Bereits am kommenden Samstag bestreitet die Mannschaft ihr erstes Testspiel. Zu Gast in der Gymnasiumshalle ist Oberligist HSG Plesse (17 Uhr, Zuschauer zugelassen). Genau eine Woche später kommt der TV Jahn Duderstadt (Anwurf: 16 Uhr). Vom 26. bis 28. August ist ein Trainingslager in Hildesheim vorgesehen.

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