Handball-Oberliga: TSV Vellmar unterliegt Bruchköbel 25:29

Viele Chancen vergeben

Abgezogen: Vellmars Jannik Steiner (rechts) erzielt hier einen seiner neun Treffer gegen die SG Bruchköbel, links der Gästespieler Jannik Hoffmann. Foto: Malmus

Vellmar. Lange Gesichter beim TSV Vellmar, mit 25:29 (11:16) verlor der Handball-Oberligist sein Heimspiel vor 300 Zuschauern in der Großsporthalle gegen die SG Bruchköbel. Die Gäste nahmen verdientermaßen beide Punkte mit auf die Heimreise.

Das Team von Ex-Nationalspieler Mike Fuhrig war sicher nicht um Klassen besser, aber es nutzte seine Möglichkeiten optimal. Im Angriff ließen sich Michael Nath (8 Tore) und Florian Henrich als Spielgestalter von der TSV-Abwehr nur wenig aus dem Rhythmus bringen. In der Abwehr wurde es der SG durch unkonzentriertes Vellmarer Spiel und zu frühe Abschlüsse relativ leicht gemacht.

„Wir haben heute schlecht gespielt“, bekannte denn auch Vellmars Trainer Iljo Duketis nach der Partie. „Wir haben in der ersten Halbzeit schon so viele technische Fehler gemacht wie in den ersten beiden Saisonspielen zusammen.“ Duketis bemängelte vor allem auch die katastrophale Chancenauswertung seiner Mannschaft.

Der TSV Vellmar leistete sich in der Tat den Luxus, eine Großchance nach der anderen zu „verballern“. Damit baute man zum einen Niklas Eul im Tor der SG Bruchköbel erst so richtig auf, zum anderen die eigene Nervenstärke ab.

Und die Abwehr der Vellmarer zeigte sich gegen die robuste Fuhrig-Truppe eher von der harmlosen Seite. „Reagieren statt agieren“ war das Motto. So kam es, sieht man von den ersten Minuten und zwei kurzen Zeitabschnitten in der zweiten Halbzeit ab, dass die Gäste immer mit vier oder fünf Toren Vorsprung führten.

Und wenn die Schiedsrichter die Schritt-Regel bei der SG nun mal großzügiger, als es vielleicht richtig wäre, auslegen, dann muss ich mich darauf einstellen. Weniger Lamentieren, mehr Aggressivität und Zupacken sind da angesagt.

„Diese Niederlage war bitter“, befand Iljo Duketis. „Dieses Spiel wollte ich nicht verlieren. Jetzt müssen wir die Punkte in Obernburg holen, dann ist alles wieder im Lot.“ Bis dahin wird es aber noch viel Arbeit in Vellmar geben. Vellmar: Thum (14. - 45.), Paul (1. - 13., ab 46.); Stumbaum (1), Kovacs (2), Heyne, Kreß (1), Hermenau (2), Kiebach (1), Steiner (9/4), Duketis (6), Gunkel (3), Petrovszki, Kunz (n.e.), Körber (n.e.)

Von Peter Fritschler

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