Handball

Vipers angeschlagen und trotzdem Favorit im Pokal-Hit bei der SG 09 Kirchhof

Nachdenklich: HSG-Trainerin Tessa Bremmer, die auf ein Erfolgserlebnis im Pokal hofft.
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Nachdenklich: HSG-Trainerin Tessa Bremmer, die auf ein Erfolgserlebnis im Pokal hofft.

Zumindest eins hat die kleine der großen „Schwester“ vor dem Pokalduell der 2. DHB-Hauptrunde voraus: Während die SG 09 Kirchhof in bisher vier Meisterschaftsspielen drei Siege einfuhr, wartet die HSG Bad Wildungen nach vier Anläufen immer noch auf ihren ersten Saisonerfolg. Was nichts daran ändert, dass der heimische Handball-Drittligist am Samstag (18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) gegen den Erstligisten klarer Außenseiter ist.

Bad Wildungen/Kirchhof - „Die Favoritenrolle müssen wir annehmen, keine Frage“, sagt Vipers-Trainerin Bremmer. Um die dritte Runde zu erreichen - und um das nötige Selbstvertrauen für die kommenden wegweisenden Bundesliga-Spiele zu tanken. Das hat doch arg unter dem 0:8-Punkte-Start gelitten. Wobei Tessa Bremmer weniger die vier Niederlagen als „die Art und Weise, wie wir uns präsentiert haben“ wurmt. Denn: „Wir können besser spielen, viel besser.“

Besser als bei der letzten 23:41-Niederlage in Bietigheim, als sie nach zehn Minuten bereits neun technische Fehler ihrer Schützlinge notiert hatte. Besser als beim 24:27-Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen, von den ersten vier Gegnern wohl der einzig schlagbare. „Das war schon enttäuschend und machte es danach mental viel schwieriger“, gesteht die ehemalige niederländische Nationalspielerin.

Die baut mangels Alternativen und der Verletzung der beiden Neuzugänge Julie Hafner (von BVB U 19/Kapselverletzung) und Leonie Patorra (Bietigheim/Zehenbruch) auf die Stammsieben der letzten Saison. „Unser Gerüst“, das indes noch ein wenig wacklig ist, weil Leistungsträgerinnen wie Manuela Brütsch, die Torfrau der Schweizer Nationalmannschaft, Linkshänderin Jana Scheib und Spielmacherin Maxime Struijs noch nicht in Topform sind. So mangelte es besonders an Torgefahr aus dem Rückraum, die allenfalls von Munia Smits - mit 23/3-Treffern die bisher mit Abstand beste HSG-Torschützin - ausgeht.

Die weiteren „Neuen“ Anika Hampel (vom FSV Mainz 05), Verena Oßwald (EH Aalborg) und Jolina Hunstock (Thüringer HC) kommen bisher nur sporadisch zum Einsatz. „Sie sind alle talentiert, brauchen aber noch Zeit, um den Sprung zu schaffen“, erklärt die 38-Jährige, seit 2011 in der Kurstadt.

Also müssen es auch in Melsungen am Samstag die gewohnten Leistunsträgerinnen richten. Bei einem Gegner, der laut Bremmer „frei aufspielen kann“. Und „viele Emotionen ins Spiel bringen wird.“ Und weiß, wie es sich anfühlt, das Feld als Gewinner zu verlassen. Zumindest einen Vorgeschmack darauf wollen sich im Pokal-Derby die Vipers verschaffen, ehe in der 1. Bundesliga Gegner wie HL Buchholz 08-Rosengarten und SV Union Halle-Neustadt auf die Südwaldeckerinnen warten, gegen die ein Sieg Pflicht ist.

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