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HSG Bad Wildungen: Brütsch und Ingenpaß verlängern, vier Abgänge im Sommer

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jubelnde handballerin
Annika Ingenpaß in Jubelpose: Die Vipers-Fans werden hoffen, dass sie solch ein Bild noch öfter sehen. © Matthias Lange

Zwei bleiben, vier gehen: Das Spielerinnenkarussell bei der HSG Bad Wildungen dreht weiter auf hohen Touren.

Bad Wildungen - Die gute Nachricht für den Handball-Bundesligisten: Die Leistungsträgerinnen Manuela Brütsch und Annika Ingenpaß haben ihre Verträge für eine weitere Saison verlängert, wie Simon Hallenberger aus dem Management der Vipers mitteilte. Annika Ingenpaß trägt das Wildunger Trikot seit dreieinhalb Jahren, Manuela Brütsch spielt schon ihre zehnte Saison für die HSG. Beide Spielerinnen hätten ein Vertragsangebot des Vereins angenommen.

Umgekehrt verliert die HSG zum Ende der laufenden Spielzeit auch Spielerinnen. Vor allem der Abgang von Regisseurin Maxime Struijs, kreativer Kopf im Rückraum des Teams von Tessa Bremmer, ist ein Rückschlag. Die 27-Jährige, seit der Saison 2018/19 in Bad Wildungen, gehe mit ihrem Freund Philipp Eichhorn nach Leipzig. Der Athletiktrainer habe dort ein Angebot als Footballer erhalten, sagte Bremmer auf Anfrage.

Spielen wird die Niederländerin in der neuen Saison für den Wildunger Ligarivalen SV Union Halle-Neustadt. Das bestätigten die Wildcats auf ihrer Internetseite.

Vanessa Plümer geht in Liga zwei

„Maxime ist für uns eine wichtige Spielerin“, sagte die Trainerin, sie habe aber Verständnis für ihre Entscheidung. So sei nun mal das Geschäft. Ohnehin tue sich gerade sehr viel in der Bundesliga. „Für uns wird es finanziell immer schwieriger mitzuhalten“, bekannte sie. Dennoch bestehe für den Kader der nächsten Saison bereits ein „gutes Gerüst“.

Handballerin setzt sich vor Tribüne gegen zwei Gegenspielerinnen durch
Auf dem Absprung: Maxime Struijs (Mitte). © Matthias Lange

Ebenfalls ihren Abschied angekündigt haben Lea Schüpbach, Torhüterin Nummer zwei hinter Brütsch, Schweizerin wie sie und im zweiten Jahr eine Viper, sowie Julie Hafner und Vanessa Plümer. Schüpbach (24) habe in Wildungen ihr Potenzial nicht ganz entfalten können und wolle nun einen anderen Weg versuchen, so Bremmer.

In der 20 Jahre alten Hafner, Neuzugang vor der Saison, verliert die HSG im Sommer eine zweite Linksaußen, nachdem Anna-Maria Spielvogel vor dem Jahreswechsel aus beruflichen Gründen in der Badestadt gekündigt hatte. Sie habe sich schwer getan, in die Saison reinzukommen, zumal ihr eine Knieverletzung zu schaffen machte und wolle jetzt „einen Schritt zurücktreten“, sagte Bremmer.

Während weder bei Schüpbach noch bei Hafner der neue Verein bekannt ist, wechselt Rechtsaußen Vanessa Plümer (21) zu Werder Bremen in die 2. Liga, nach dann drei Vipers-Jahren. Mit Doppelspielrecht ausgestattet, läuft sie derzeit auch für die SG Kirchhof in der 3. Liga auf. Bei den Vipers habe sie sich zwar gut entwickelt, sich aber nicht ganz durchsetzen können. „Sie kam nicht an Kira Schnack vorbei“, sagte Bremmer. Schon Im Januar hatten die Vipers den Wechsel von Munia Smits nach der Runde zur Neckarsulmer SU bekannt gegeben.

Erleichterung über Zusagen von Brütsch und Ingenpaß

Dass es gelungen ist, Zuschauerliebling Brütsch zu halten, löste Erleichterung bei den Vipers aus. „Wir sind sehr froh, dass sie uns erhalten bleibt. Sie engagiert sich extrem für die Mannschaft und ist auch während der Coronapandemie eine starke Stütze“, sagte die Trainerin. Die schweizerische Nationaltorhüterin, 145mal für ihr Land im Einsatz, ist bereits seit Jahren Spielführerin und eine Identifikationsfigur im Team des derzeitigen Liga-Vorletzten.

Handball-Torhüterin mit erhobener Faust
Stütze für ein weiteres Jahr: Torhüterin Manuela Brütsch. © Jens Kaliske

Die knapp 38 Jahre alte Keeperin selbst wird in der Mitteilung mit dem Satz zitiert, sie brenne weiter für die Vipers. Für sie sei es deshalb naheliegend gewesen, ihren Vertrag zu verlängern. Sie werde „alles daransetzen, den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte Brütsch weiter. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft 2024, die in ihrem Heimatland stattfindet.

„Inge ist das Herz der Mannschaft“

Annika Ingenpaß (25) kam 2018 von den TuSsies aus Metzingen, am kommenden Samstag zu Gast bei der HSG, nach Südwaldeck. Die Kreisläuferin hat sich zu einer festen Größe entwickelt und brachte es im vergangenen Jahr zu ihrem Debüt im deutschen A-Nationalteam. „,Inge’ ist in Kombination mit ihrer Arbeit auf der Geschäftsstelle der Vipers das Herz der Mannschaft. und engagiert sich nicht nur auf dem Feld, sondern auch neben der Platte enorm“, erklärte Tessa Bremmer. Sie findet: „Wir können so auch in Zukunft mit einem wirklich starken Duo am Kreis planen.“ Zweite Kreisläuferin ist Jolina Huhnstock, die zuletzt beim 26:26 am Sonntag in Leverkusen überzeugte.

„Ich kann den Handball mit meinem dualen Studium hier ideal vereinen und freue mich auf die Zukunft mit einem Team, in dem noch viel Potenzial steckt“, wird Ingenpas zitiert. „Wir freuen uns, zwei so wichtige Spielerinnen bei uns zu behalten“, sagte Geschäftsführer Uwe Gimpel. Damit habe die HSG zusammen mit den Nachverpflichtungen von Anouk Nieuwenweg sowie Thea Øby Olsen kurz vor Weihnachten „einen guten Grundstein in Richtung nächster Saison gelegt“. (mn/red)

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