1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Vipers beschwören den Teamgeist: Borussia Dortmund kommt Wildungerinnen gerade recht

Erstellt:

Kommentare

Zugkraft erhöhen: Die Wildunger Vipers möchten in Dortmund auch in der Abwehr wieder gut stehen. Das Bild zeigt (v.l.) Jana Scheib, Jenn Gutierrez Bermejo (BVB), Verena Oßwald, Mie Sando (BVB) und Marieke Blase.
Zugkraft erhöhen: Die Wildunger Vipers möchten in Dortmund auch in der Abwehr wieder gut stehen. Das Bild zeigt (v.l.) Jana Scheib, Jenn Gutierrez Bermejo (BVB), Verena Oßwald, Mie Sando (BVB) und Marieke Blase. © malafo

Ist der Wurm wieder draußen? Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers hoffen sehr, dass sie diese Frage heute Abend (19.30 Uhr) nach dem Bundesligaspiel bei Borussia Dortmund mit ja beantworten können.

Bad Wildungen – Dazu bedarf es keinen Sieg gegen die Schwarz-Gelben, sondern die Spielerinnen von Trainerin Tessa Bremmer wollen gegen den Tabellendritten einfach nur wieder auf das spielerische und kämpferische Niveau zurückkehren, das sie in der bisherigen Saison ausgezeichnet hat.

Diese Stärken waren den Vipers bereits im Spiel gegen Leverkusen teilweise abhanden gekommen, aber gegen den SV Halle-Neustadt am vergangenen Dienstag war von diesen Stärken beim 27:35 vor allem im zweiten Durchgang nichts mehr zu sehen. Das Tempospiel verlor schnell an Geschwindigkeit und Geduld, die Laufwege und Spielzüge funktionierten nicht mehr gut, was hektische Einzelaktionen hervorrief und die zuvor gute Teamarbeit in der Defensive, die auf schneller Beinarbeit und guter Kommunikation basiert, war alles andere als ein Gemeinschaftswerk. Da war halt einfach der Wurm drin!

Jede Spielerin ist in ihre eigene Welt gegangen

„Wir haben das Spiel analysiert und auch genügend Punkte gefunden, die wir in Dortmund besser machen müssen“, sagt Bremmer, fügt aber gleich hinzu, dass es für ihre Spielerinnen schwer werde, diese gegen eine so gute Mannschaft wie den BVB, auch umzusetzen. Trainerstab und Mannschaft seien sich in vielen Punkten bei der Fehlersuche einig gewesen, betont Bremmer. „Wir hatten von Anfang an Probleme in der Abwehr, haben im Neun-Meter-Bereich zu viel zugelassen und statt dann im Team zu arbeiten ist jede Spielerin dann in ihre eigene Welt gegangen. Dadurch war auch die Körpersprache und die Emotionen nicht so da wie gewohnt.“

Mit welcher Einstellung fahren die Vipers nun nach Dortmund und mit welchem Nervenkostüm treten sie dort auf, sagen sie sich, wir haben dort nichts zu verlieren oder stärkt die Verunsicherung nach vier Nieder lagen in Folge die Angst vor einer Schlappe?

Vipers wollen in der Abwehr wieder mehr arbeiten

„Ich denke, Dortmund kommt uns jetzt gerade recht“, meint Bremmer. „Es ist ein Spiel, in dem der Druck des Gewinnen müssens nicht so groß ist, aber wir dürfen uns nicht so passiv dahin stellen, sondern wieder mehr arbeiten in der Abwehr und das zusammen. Vielleicht haben die Mädels dadurch weniger Angst, spielen wieder frei auf und ihre Emotionen aus.“

Im BVB-Kader schätzt Bremmer besonders Nationalspielerin Alina Grijseels, die im Rückraum die Fäden beim BVB zieht. „Sie ist genau die Führungsspielerin, die eine Mannschaft braucht, sie ist selbst torgefährlich, kann aber auch Mitspielerinnen gut in Szene setzen.“ Außerdem habe Dortmund auch viel Qualität im Tor. Dort wehren Yara ten Holte und Madita Kohorst die Bälle ab. Der BVB sei auch eine Mannschaft, der man immer ansehe, dass sie viel Spaß beim Handball habe und auch viel füreinander spiele. Die Handschrift des neuen Trainers Henk Groener sieht die Vipers-Trainerin im Spiel des BVB aber noch nicht.

Der Niederländer ist nach dem Rücktritt von Trainer André Fuhr seit November BVB-Coach und war auch schon niederländischer und deutscher Nationaltrainer. Dabei hat er hat auch seine Kollegin Bremmer trainiert. Hilft ihr das in der Vorbereitung auf diese Partie? „Nein, eigentlich nicht, entscheidend sind dann doch die Spielerinnen.“ (rsm)

Auch interessant

Kommentare