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Vipers erleben Debakel in Oldenburg und bangen um Torhüterin Manuela Brütsch

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Von: Thorsten Spohr

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Angeschlagen: Vipers-Torhüterin Larissa Schutrups wird nach einem Kopftreffer in der ersten Halbzeit von Lukas Koch behandelt, die einzige Torhüterin im Bad Wildunger Kader konnte aber weiterspielen.
Angeschlagen: Vipers-Torhüterin Larissa Schutrups wird nach einem Kopftreffer in der ersten Halbzeit von Lukas Koch behandelt, die einzige Torhüterin im Bad Wildunger Kader konnte aber weiterspielen. © Piet Meyer

Die Bad Wildunger Vipers rutschen tiefer in den Tabellenkeller der Handball-Bundesliga der Frauen ab. Nach dem 27:40 (15:19) beim VfL Oldenburg wurden die Vipers von Zwickau überholt und sind Drittletzter.

Oldenburg – Am Ende einer desolaten zweiten Hälfte stand eine Klatsche, die vor dem Spiel niemand erwartet hatte. „Es war nicht nötig, in dieser Höhe zu verlieren“, sagte Trainerin Tessa Bremmer bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Aber es waren zu viele negative Faktoren für uns.“

Bremmer sprach damit vor allem den kurzfristigen Ausfall von Torhüterin Manuela Brütsch an. Sie hatte sich in der laut Bremmer „allerletzten Sekunde“ des Samstagstrainings verletzt. „Sie ist mit dem Knie weggeknickt und konnte kaum gehen“, berichtete die Trainerin. Am heutigen Montag sollen genauere Untersuchungen folgen, Bremmer hofft zwar auf eine „Wunderheilung“, klang aber nicht sehr zuversichtlich. „Wenn sich Manuela schlimmer verletzt hat, müssen wir Ersatz suchen.“

Vipers-Trainerin Bremmer: „Haben den Faden verloren“

Denn eines hat das Spiel in Oldenburg gezeigt: Mit nur einer Torhüterin geht es nicht. Larissa Schutrups wurde zwar vor allem im zweiten Durchgang von ihren Mitspielerinnen sträflich im Stich gelassen, hatte aber auch nicht ihren besten Tag erwischt und konnte ihrem Team nur wenig Impulse geben.

So konnten die Vipers auch aus einer guten Anfangsphase keinen Profit schlagen. Denn zu Beginn sah es alles andere danach aus, als ob Oldenburg einen Kantersieg feiern würde. Der VfL wirkte nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen angeschlagen, die Vipers hielten gut mit. Aber: Sie kassierten den ein oder anderen vermeidbaren Treffer, obwohl laut Bremmer „die Abwehr zu Beginn nicht schlecht stand“.

So hielten die Gäste das Spiel nach einer 5:3-Führung in der Folge ausgeglichen, rannten aber immer einem knappen Rückstand hinterher. Und da es hinten kaum Ballgewinne gab, konnten die Vipers auch ihre Stärke im Gegenstoßspiel nicht ausspielen. In Überzahl legte Oldenburg dann die erste drei-Tore-Führung vor (16:13, 25.), die bis zum Seitenwechsel auf 19:15 ausgebaut wurde.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien es so, als ob die Vipers zurückkommen würden. Die Gäste verkürzten auf 20:18 (34.) und 21:19 (36.) und es wäre sogar mehr möglich gewesen, wäre die Fehlerquote im Angriff nicht  so hoch gewesen. „Wir haben da den Faden verloren und dem Gegner oft den Ball in die Hände gespielt“, wusste Bremmer, deren Team nach dem 21:19 (36.) sieben Minuten ohne eigenen Treffer blieb und mit 19:26 in Rückstand geriet (43.).

Dies sollte bereits die Vorentscheidung sein, denn die Vipers hatten nun nichts mehr entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Die Gäste fielen bis zum Schlusspfiff komplett auseinander. Vorne viel zu hektisch, in der Abwehr ohne jeden Zugriff und fast immer zu spät in den Zweikämpfen – am Ende stand eine völlig unnötige, weil selbst verschuldete 27:40-Niederlage, die Bremmer merklich ärgerte. „Das waren zu viele Tore. Dieses Jahr ist die Liga so eng, da kann es auch auf das Torverhältnis ankommen. Dann darf ich mich so in einem Spiel nicht gehen lassen“, kritisierte die Trainerin den Auftritt ihrer Spielerinnen.

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