„Diesen Tag behalte ich in meinem Herzen“

Annika Ingenpaß bestreitet viertes Länderspiel und erzielt Tor gegen Russland

Wieder im Nationaltrikot, diesmal auch auf dem Feld: Annika Ingenpaß von den Bad Wildungen Vipers.
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Wieder im Nationaltrikot, diesmal auch auf dem Feld: Annika Ingenpaß von den Bad Wildungen Vipers.

Mit dabei, bei der Weltmeisterschaft in Spanien, Anfang Dezember. Das wäre für die Wildunger Handballerin Annika Ingenpaß zu schön, um wahr zu sein.

Bad Wildungen – Sie möchte über einen Platz im Kader auch gar nicht erst spekulieren, aber die WM-Chancen der Vipers-Kreisläuferin sind seit dem vergangenen Sonntag leicht gestiegen.

Die 25-Jährige war nämlich beim 28:27-Sieg (14:16). über Vize-Weltmeister Russland in der zweiten Halbzeit im Einsatz. Es war der erste Sieg einer deutschen Mannschaft gegen diesen Gegner seit acht Jahren. Die Wildungerin erhielt von Bundestrainer Henk Groener ihre Einsatzminuten ausschließlich in der Offensive am Kreis und steuerte in ihrem vierten Länderspiel einen Treffer zum Erfolg der gut aufgelegten deutschen Mannschaft bei.

Diese Partie war eine von drei Länderspielen, die am „Tag des Handballs“ in der Halle in Düsseldorf vor rund 5500 Zuschauern ausgetragen wurde. Einen besseren Austragungsort hätte der Deutsche Handballbund für diesen Veranstaltung aus der Sicht von Ingenpass nicht finden können, denn dadurch wurde der „Tag des Handballs“ für sie auch zu einem „Tag der Familie“ und zu einem „Tag des Wiedersehens“ mit Spielerinnen aus ihrem Heimatverein Turnerschaft Grefrath, wo sie bis zur C-Jugend Handball gespielt hat.

„Sogar meine Oma war da“

„Meine Familie und Freunde waren da, sogar meine Oma, die schon relativ alt ist, konnte noch einmal schauen, wie ich im deutschen Dress aussehe.“

Je mehr Ingenpaß über diesen Tag erzählt, desto mehr gerät sie ins Schwärmen. Sie hat bisher noch nie vor so einer großen Kulisse Handball gespielt. Von rund 5500 Zuschauern angefeuert zu werden, das löst schon auch große Gefühle aus, die einen auf einen höheren Leistungslevel bringen können. „Es war eine tolle Atmosphäre in der Halle, diesen Tag behalte ich gern in meinem Herzen, in meiner Erinnerung“, sagt die Wildunger Kreisläuferin.

Der Bundestrainer hatte gleich elf Neulinge in den Kader berufen. Da stand Ingenpaß mit ihren vier Länderspielen schon fast auf der Seite der Etablierten.

Es sei eine tolle Trainingswoche gewesen und der Trainer habe viel an der Feinabstimmung gearbeitet. „Der Sieg gegen Russland war die Belohnung für unsere souveräne Teamleistung“.

Und nun darf man darf gespannt sein, ob Ingenpaß am 2. Dezember das WM-Auftaktspiel gegen Tschechen vom Spielfeld aus von der Bank oder vor dem Fernseher anschauen wird.  rsm

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