Vipers-Sieg wäre eine Sensation

Bad Wildungen gastiert im Pokalviertelfinale in Bietigheim

In Bietigheim gefordert: Die Bad Wildunger Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte), die hier von den Neckarsulmerinnen Lucie-Marie Kretzschmar (links) und Sara Senvald attackiert wird.
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In Bietigheim gefordert: Die Bad Wildunger Spielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira (Mitte), die hier von den Neckarsulmerinnen Lucie-Marie Kretzschmar (links) und Sara Senvald attackiert wird.

Als krasser Außenseiter gastieren die Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen am Mittwoch (19.30 Uhr) im Pokalviertelfinale bei der SG BBM Bietigheim.

Bad Wildungen. In der Nachholpartie in der Sporthalle am Viadukt wird der vierte und letzte Teilnehmer für die Endrunde um den Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) gesucht. Das Final-Four-Turnier soll am 15.und 16. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen werden, wobei sich die Erstligisten TuS Metzingen, die HSG Blomberg-Lippe und die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bereits für die Halbfinalspiele qualifiziert haben.

„Unsere Chance ins Final-Four-Turnier zu kommen, ist klein. Aber wir haben nichts zu verlieren und können in Bietigheim komplett ohne Druck spielen“, sagt Tessa Bremmer. Dabei bezeichnet die Vipers-Trainerin die Begegnung des gastgebenden Ligadritten gegen den Elften als „Bonusspiel“ für die Gäste. Ein Weiterkommen des Außenseiter wäre „eine Sensation“, so Bremmer.

Ohne Maxime Struijs

Durch den Ausfall von Spielmacherin Maxime Struijs sind die Chancen der HSG auf eine Überraschung weiter gesunken. Die Niederländerin und ihr Freund, Vipers-Athletiktrainer Philip Eichhorn, waren schuldlos in einen Unfall mit einem Linienbus verwickelt, wobei bei ihnen der Verdacht auf ein Schleudertrauma besteht. „Maximes Ausfall ist ein riesiger Verlust für uns. Wir gehen bei ihr kein Risiko ein“, sagt Bremmer.

In Maria Ines Da Silva Pereira und Larissa Platen stehen zwei Alternativen für Struijs parat. Dabei gab die Portugiesin nach einer Operation am Syndesmoseband am 30. Januar gegen die Neckarsulmer Sportunion (31:35) ihr Comeback. Platen hatte gegen die NSU und beim 38:22-Sieg am 6. Februar beim 1. FSV Mainz 05 wegen einer Oberschenkelzerrung passen müssen und trainiert seit fünf Tagen wieder voll mit der Mannschaft.

„Maria fehlt noch die Spritzigkeit und die Spielpraxis und auch Larissa hat zuletzt wenig gespielt“, sagt Bremmer über die abwehrstarken Reservistinnen, für die die Begegnung „eine gute Chance“ sei, wieder ihren Rhythmus zu finden.

Für Munia Smits, die im linken Rückraum und im Innenblock erst einmal gesetzt ist, ist die Partie ein besonderes Spiel, weil die Ex-Blombergerin nach dem 25:35 zum Saisonauftakt zum zweiten Mal auf ihre ältere Schwester Xenia treffen wird.

Bremmer weiß, dass der Druck bei der ambitionierten SG liegt, auch weil Bietigheim bei fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund wohl kaum noch Meister werden kann. „Sie haben die Pflicht gegen uns zu gewinnen, auch weil das Final-Four-Turnier quasi ein Heimspiel für sie ist“, sagt die Niederländerin und will das Starensemble von Trainer Markus Gaugisch zumindest ärgern. (jh)

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