Bad Wildungen verliert gegen Leverkusen und Buxtehude

Vipers werden nur Vierte in Fritzlar

Harte Gegenwehr: Die Buxtehuderinnen Charlotte Kähr (Zweite von rechts) und Liv Süchting (rechts) attackieren die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links), deren Teamkollegin Jana Scheib die Szene beobachtet.
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Harte Gegenwehr: Die Buxtehuderinnen Charlotte Kähr (Zweite von rechts) und Liv Süchting (rechts) attackieren die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links), deren Teamkollegin Jana Scheib die Szene beobachtet.

Mit dem vierten Platz beim Turnier in Fritzlar sind die Erstligahandballerinnen der HSG Bad Wildungen in die neue Saison gestartet.

Fritzlar. Während sie das kleine Finale gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen 14:18 (8:12) verloren, sicherte sich der Buxtehuder SV durch einen 21:19 (10:9)-Erfolg über die HSG Bensheim/Auerbach den Domstadt-Cup. „Wir sind nicht da, wo ich gedacht habe. Ich habe gehofft, dass wir weiter sind, vor allem bei den Basics“, sagte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach dem enttäuschenden Turnierverlauf mit der weiteren 14:17-Pleite gegen Buxtehude sowie den Siegen über die Zweitligisten VfL Waiblingen (16:15) und TuS Lintfort (20:16).

Bad Wildungen - Leverkusen 14:18 (8:12). Als Kira Schnack mit einem Dreierpack die Vipers nach dem 5:6 (11.) beim 8:6 (14.) erstmals in Führung gebracht hatte, schien die HSG auf einem guten Weg. Doch danach lief bei den Vipers in der intensiv und temporeichen Partie nichts mehr und die Südwaldeckerinnen und lagen nach einem 1:8-Antilauf mit 9:14 (24.) zurück.

Als Zivile Jurgutyte zum 17:11 traf (33.) war die Begegnung, in der Bayer-Spielerin Marija Kaludjerovic nach einem Schlag ins Gesicht von Jana Scheib (13.) und Viper Larissa Platen nach einem Zweikampf mit Svenja Huber (16.) die Rote Karte sahen, entschieden. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und gerade vorne zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, ärgerte sich Bremmer.

Bad Wildungen - Lintfort 20:16 (9:8). Nach dem 7:7 (17.) nahm Bremmer ihre erste Auszeit, der aber trotz der gut aufgelegten Torfrau Manuela Brütsch das 7:8 (18.) folgte. Nach der zweiten Unterbrechung beim 14:14 (33.) durch die Vipers-Trainerin und dem 15:15 (34.) steigerte sich die fahrige HSG endlich.

Munia Smits und Schnack führten die schwachen Vipers mit ihren Toren letztlich noch zum Sieg. „Wir haben richtig schlecht angefangen und einfache technische Fehler gemacht. In der Abwehr waren wir das ganze Spiel über viel zu passiv“, analysierte die unzufriedene Bremmer.

Bad Wildungen - Buxtehude 14:17 (8:9). Vier vergebene Siebenmeter, bei denen Schnack (2), Marieke Blase und Vanessa Plümer an der überragenden Nationaltorfrau und besten Turnierspielerin Katharina Filter scheiterten, verhinderten ein besseres Ergebnis der Vipers, bei denen noch einiges an Sand im Getriebe war.

Nach dem 3:2 (5.) und dem 4:4 (8.) hatte der BSV spätestens beim 7:4 (12.) das Kommando übernommen, auch wenn die HSG dran blieb, 8:9 (20.). Beim 15:11 war Buxtehude, angeführt vom starken Schweizer Neuzugang Charlotte Kähr (Zug), endgültig auf die Siegerstraße eingebogen (34.) und siegte souverän.

„Ein paar Kleinigkeiten haben den Unterschied ausgemacht“, sagte Bremmer und ärgerte sich dabei besonders über die vergebenen Torchancen ihres jungen Teams.

Bad Wildungen - Waiblingen 16:15 (11:8). Nach gutem Start, 3:0 (5.), 5:3 (10.), lief bei den mit den Neuen Patorra und Hafner zu Turnierbeginn angetretenen Vipers nichts mehr zusammen. Nach dem 7:5 (15.) zog der Zweitligist von 10:6 (18.) sogar bis zum 14:9 (25.) davon. In der Abwehr fehlte der HSG jegliche Aggressivität, während im Angriff zumindest teilweise das Spiel über Nationalkreisläuferin Annika Ingenpaß klappte.

Nach zwölf torlosen Minuten des Teams von Trainer Thomas Zeitz hatte Bad Wildungen beim 16:14 (38.) die hektische Partie gedreht. Nachdem Hampel nach ihrem 15:14 (37.) 24 Sekunden vor Schluss nur die Latte getroffen hatte, hielt Brütsch mit ihrer Parade gegen Samira Brand den äußerst glücklichen Sieg der HSG fest.

„Das war unser erstes Spiel nach der langen Pause, da hat man gesehen, dass uns die Wettkampfhärte noch gefehlt hat“, bilanzierte Bremmer. (jh)

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