Handball

Von der Tribüne auf die Bank: "Balu" Heinemann trainiert Waldauer Frauen

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Da geht’s lang: Dirk „Balu“ Heinemann gibt jetzt als Trainer bei den Handballerinnen des Tuspo Waldau die Richtung vor. Foto: Peter Fritschler

Handball-Derby in Waldau: Die Landesliga-Frauen des Tuspo bestreiten an diesem Samstag um 18 Uhr ihr Heimspiel gegen die TSG Dittershausen. Im Blickpunkt steht auch der neue Trainer Dirk "Balu" Heinemann.

Dirk Heinemann hat keine Probleme damit, dass ihn alle „Balu“ rufen. Seit seiner Zeit bei der SVH Kassel hat er diesen Spitznamen weg. Heinemann ist seit Kurzem der neue Trainer der Landesliga-Handballerinnen des Tuspo Waldau.

Nach dem Spiel in Heiligenrode stellte der bisherige Coach Holger Kraushaar sein Amt zur Verfügung. Und beim Tuspo wurde man mit Dirk Heinemann schnell fündig. Der hat als Trainer noch keine Erfahrung, war eigentlich nur zum Zuschauen mehrere Male in der Halle. „Das ist mein erster Job auf der Bank“, sagt Heinemann. „Und wenn es Spaß macht und klappt, dann mache ich nächstes Jahr auch den Trainerschein.“

Heinemann ist in sein neues Amt mit zwei Niederlagen gestartet – gegen die Topteams von Hoof/Sand/Wolfhagen und Großenlüder/Hainzell. „Da hatten wir nichts zu verlieren“, sagt Heinemann. „Aber wir konnten Fehler analysieren, Mängel wurden aufgedeckt.“ Die größte Schwäche dürften die vielen technischen Fehler sein, die sich die Mannschaft im Verlaufe eines Spiels erlaubt. „Laufen und passen“ heißt daher die grundsätzliche Devise im Training. „Die Spielerinnen müssen da sicherer werden“, sagt Heinemann. Die Wurfquote stimme ja, aber es werden zuviele Bälle weggeworfen. „Und etwas mehr Aggressivität könnte auch nicht schaden“, fordert „Balu“.

Dirk Heinemann kann im Training auf die Unterstützung der früheren Zweitligaspielerin Angelique Walz bauen. „Das ist ungeheuer wichtig für mich“, sagt Heinemann. Bauen kann der Linkshänder auf die „gute Grundausbildung der Spielerinnen“ und auch darauf, „dass alle an einem Strang ziehen“.

„Das ist ein Vier-Punkte-Spiel für uns“

Dirk Heinemann Tuspo-trainer

Am heutigen Samstag um 18 Uhr kommt nun der Tabellenachte TSG Dittershausen in die Halle an der Stegerwaldstraße. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel für uns“, konstatiert der neue Tuspo-Trainer. „Da kann nur ein Sieg für uns zählen.“

Und sofort ist Dirk Heinemann wieder bei den technischen Fehlern. „Nur wenn wir die reduzieren, haben wir eine Chance, die Punkte in Waldau zu behalten.“ In den beiden Trainingseinheiten unter der Woche hat „Balu“ Heinemann versucht, Wille und Ehrgeiz zu steigern, damit man mit viel Biss in das Derby gegen Dittershausen geht.

Zur Person:

Dirk „Balu“ Heinemann, 46 Jahre alt, arbeitet als Angestellter bei KMW, ging von der Jugend des MSV Espenau zum VfB Kassel, dann zur SVH, zum Tuspo Niedervellmar und beendete seine aktive Laufbahn 2009 bei WVC/Südstadt, Waldau ist seine erste Trainerstation, Heinemann ist mit Katja Brand aus der Waldauer Zweiten liiert. (fri)

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