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Wegweisendes Duell der Gensunger mit Flensborg

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Von: Ralf Ohm

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Torgefährlich vom Kreis: Gensungens Linksaußen Nino Jedinak, der auch gegen DHK Flensborg in der Nahwurfzone aushelfen soll.
Torgefährlich vom Kreis: Gensungens Linksaußen Nino Jedinak, der auch gegen DHK Flensborg in der Nahwurfzone aushelfen soll. © Pressebilder Hahn

Es gibt Trainer, für die gibt es - verständlicherweise - in der Abstiegsrunde der 3. Handball-Liga nur „Endspiele“. Arnd Kauffeld gehört dazu. Drum fällt es dem Verantwortlichen auf der Bank der ESG Gensungen/Felsberg zumindest semantisch schwer, dem ersten Heimspiel gegen den DHK Flensborg (Sa. 19.30 Uhr) eine noch größere Bedeutung beizumessen.

Gensungen/Flensburg - Obwohl genau die nach den bisherigen Ergebnisse auf der Hand liegt. Denn: Hinter dem Favoriten und Tabellenführer GWD Minden II (6:0-Punkte) deutet sich ein Zweikampf um den zweiten Platz, der auch noch zum Klassenerhalt reicht, an. Eben zwischen den Edertalern und den Nordlichtern. Also könnte den Gensungern ein dritter Sieg, so schlussfolgert Rückraumspieler Heinrich Wachs, „etwas Druck nehmen.“

Mit dem die Mannschaft sowohl bei der HSG Eider Harde wie auch in Cloppenburg gut klar gekommen ist. Und sogar weiteren widrigen Umständen wie dem Ausfall von Trainer und Kreisläufer erfolgreich getrotzt hat. „Die Voraussetzungen sind gut“, meint daher der ESG-Coach mit der mahnenden Maßgabe, „nun aber auch dran zu bleiben.“ Zumal er selbst und Tom Küllmer, sollte er sich rechtzeitig freitesten können, wieder dabei sind.

Nino Jedinak kann trotzdem wieder mit Spielanteilen am Kreis rechnen, wo der Linksaußen zuletzt effektvoll einsprang. „Er hat den nötigen Instinkt um zu wissen, wohin er laufen und wie er stehen muss“, lobt Arnd Kauffeld den Ex-MTer, der auch die Nummer eins auf der Spitze der 5:1-Deckung ist.

Eine Variante, die trotz der 6:0-Basisdeckung wichtig werden könnte. Weil der Neuling von 2021 mit Tjark Desler über einen spielfreudigen und torgefährlichen Mittelmann verfügt. Dessen ansatzloser Schlagwurf gefürchtet ist und der sich besonders gut mit Kreisläufer Marcel Möller, in der Hauptrunde mit 92/12-Treffer bester DHK-Torschütze, versteht. Dritter Akteur mit Zweitliga-Erfahrung im Team von Trainer Kai Nielsen ist der Rückraumlinke Ole Zakrzewski (84/5), der allerdings seit einigen Wochen wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt.

Einer der Gründe für eine „schwierige Saison“ nach dem Wiederaufstieg 2021. „Wir hatten uns mehr erhofft“, gesteht Präsident Pascal Stegle. Mehr jedenfalls als den zehnten Platz in der Hauptrunden-Staffel A. Nun gelte es, in der Abstiegsrunde, wo die Norddeutschen - bisher ein Sieg und eine Niederlage - im Soll sind, den Klassenerhalt zu schaffen.

Ein Ziel, dass sie mit dem Gastgeber gemein haben. Genauso wie die Einschätzung, dass das dritte „Endspiel“ ein „wegweisendes“ (Pascal Stegle) ist.

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