Handball-Landesliga: TG Rotenburgs Defensive bei der SVH besonders gefordert

Weit weg vom Tor halten

Rotenburg. Handball-Landesligist TG Rotenburg bräuchte dringend mal wieder ein Erfolgserlebnis. Doch dazu muss gegen die gastgebende SVH Kassel morgen um 19 Uhr alles passen.

Dem 42:40-Premierenerfolg über die SVH sind in der Hinrunde waren Siege gegen Fuldatal, Vogelsberg und Eitra gefolgt. Doch mittlerweile wartet das Team des Trainergespanns Robert Nolte/Uwe Mäusgeier schon seit dem 24. November auf Punkte.

„Das hört sich natürlich erst mal lange an, aber es waren ja auch fünf Wochen Pause dazwischen“, gibt Mäusgeier zu bedenken und macht dem Anhang Mut: „Wir stehen jetzt in der Rückrunde praktisch vor der gleichen Ausgangsposition. Eigentlich spricht nichts dagegen, dass es wieder so laufen könnte.“

Fast nichts, denn der kommende Gegner scheint ungleich stärker als noch in der ersten Begegnung. Die acht Minuspunkte des Tabellendritten scheinen geradezu aus grauer Vorzeit zu stammen.

Seit Ende Oktober rollt die Mannschaft von Trainer Hazim Prezic das Feld mit 18:2 Punkten von hinten auf und ist dabei ungeschlagen geblieben. Selbst Klassenprimus Baunatal hat einen Punkt lassen müssen. Deswegen stuft Uwe Mäusgeier die Harleshäuser auch als eines der beiden besten Teams der Landesliga ein.

Mittlerweile stehen die Kasseler da, wo sie von ihrer Besetzung her ohnehin von Anfang an hingehört hätten. Einige Ausländer, darunter der schon im Hinspiel kaum zu bremsende bosnische Linkshänder Faruk Tataraga, bilden vor allem einen bärenstarken Rückraum.

TGR klarer Außenseiter

„Wir hatten Glück, schon so früh gegen sie zu spielen. Der Sieg war schon damals unerwartet. Jetzt haben sie viel besser zueinander gefunden, aber auch diesmal müssen erst mal 60 Minuten absolviert werden“, will Rotenburgs Coach die Punkte trotzdem nicht per Post nach Kassel schicken. Sein mögliches Erfolgsrezept: Mit schnellen Kontern die einzige erkennbare Schwachstelle des Gegners - das Umschalten von Angriff auf Abwehr - auszunutzen. Im Positionsangriff wird es gegen die körperlich überlegenen Gastgeber schwer, zum Erfolg zu kommen - auch wenn bis auf den studienbedingt verhinderten Fabian Schmidt und den Langzeitverletzten André Witzel alle Spieler zur Verfügung stehen.

In der Deckung um den eminent wichtigen Marc Imberger kommt es Uwe Mäusgeier vor allem darauf an „den Rückraum weit weg von unserem Tor zu halten“. Das ist leichter gesagt, als getan.

Von Andreas Köhler

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