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„Wenig Spiel, ganz viel Gewürge“: Northeimer HC verliert 30:31 gegen die Füchse Berlin II

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Schräglage: Christian Stöpler nach Abpfiff der ersten Halbzeit gegen die Berliner Abwehr-Mauer. Der NHC-Kapitän trumpfte am Samstag mit 13 Treffern auf, zum Sieg reichte es für sein Team aber dennoch nicht.
Schräglage: Christian Stöpler nach Abpfiff der ersten Halbzeit gegen die Berliner Abwehr-Mauer. Der NHC-Kapitän trumpfte am Samstag mit 13 Treffern auf, zum Sieg reichte es für sein Team aber dennoch nicht. © Hubert Jelinek

Große Enttäuschung herrschte am Samstagabend bei rund 300 Zuschauern in der Einbecker Stadionhalle: Die 30:31 (12:15)-Niederlage zum Jahresabschluss gegen die Füchse Berlin II haben sich die Drittliga-Handballer des Northeimer HC selbst zuzuschreiben. Eine vergeigte Anfangsviertelstunde raubte dem NHC Sicherheit und Selbstvertrauen, sodass am Ende die Gäste jubeln durften.

Einbeck – Schon die Anfangsminuten liefen bescheiden. Northeim lag 2:3 zurück. Berlins U18-Torwart Frederick Höler hatte dem NHC zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal den Zahn gezogen. Zudem stand die Defensive gegen die körperbetonten Angriffe von Marvin Kix und Marvin Siemer oft unglücklich. Die Füchse, mit nur einem Rückraumspieler angetreten, nahmen Witterung auf. Höler war weiterhin starker Rückhalt und trug seinen Teil dazu bei, dass die Berliner 13:7 in Front gingen. Heyken verkürzte zwar auf 8:13, doch sein Team lief praktisch immer nur hinterher. Erst Christian Stöpler zwang spät in der Halbzeit Berlin mit drei Toren zum 12:14 in die Denkpause. Die wirkte - zugunsten Berlins. Northeims Abwehr kam gegen Lucas Mohr zum wiederholten Mal zu spät und statt knapp dran zu sein, lag der NHC mit 12:15 zur Halbzeit hinten.

Auch nach Wiederanpfiff leistete sich die Heimsieben eine Angriffspause: Siemer und Kix fanden immer wieder Lücken, während im Northeimer Angriff Malte Wodarz (verletzt ins Spiel gegangen) an allen Ecken fehlte und Matteo Neufing sowie Deni Skopic am Kreis vergeblich auf Anspiele warteten.

Trainer Jürgen Bätjer schickte neben dem glücklosen Finnian Lutze auch Tim Gerstmann auf die Platte, doch beim 15:21 (38.) platzte dem Coach der Kragen. Zu träge war das Spiel der Schwarz-Gelben, nie agierte die Abwehr als Einheit. Bätjer wurde laut, ersetzte den frustrierten Eggert durch Pätz und brachte Pogadl für Lutze. Es brachte wenig, Berlin hielt den Vorsprung. Erst in der 49. Minute verkürzten Stöpler und Hannes Bransche auf 24:27. Nach zwei weiteren Stöpler-Toren kam beim 27:28 Stimmung auf. Gerstmanns hielt die Northeimer Hoffnung mit Toren zum 28:29 und 29:30 aufrecht, denn hinten drehte Berlin vor Northeims Abwehr weiter frei auf.

Nach Strafwurf von Stöpler zum 30:31 eroberte der NHC 40 Sekunden vor Schluss ein letztes Mal den Ball. Lutze nahm sich ein Herz, doch es passte an diesem Tag einfach nicht beim Spielmacher. Einen Meter landete sein Wurfversuch über dem Berliner Kasten. Die Niederlage war besiegelt, der Sprung ins untere Mittelfeld der Tabelle verpasst. Bätjer war angesäuert und wunderte sich über die Verunsicherung seiner Mannschaft: „Wenig Spiel, ganz viel Gewürge. Wir waren einfach nicht abgezockt genug, gegen zwei gute Berliner zu gewinnen“.

Northeimer HC: Eggert, Pätz, Wenderoth - Pogadl 1, Heyken 2, Schuster 1, Bransche 2, Seekamp 2, Neufing 1, Lutze 2, Skopic, Gerstmann 2, Bode, Stöpler 13/4, Wodarz 3, Fietz 1.

Damit haben sich die Northeimer in die Weihnachtspause verabschiedet. Das nächste Punktspiel steigt am Sonntag, 15. Januar, bei Eintracht Hildesheim.  

(Axel Janßen)

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