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Werkselfen „dickes Brett“ für die SG 09 Kirchhof

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Von: Ralf Ohm

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Hoffnungsträgerin: Kirchhofs Rechtsaußen Anamarija Boras (r. gegen Aldekerks Fabienne Huppers) soll helfen, die starke Leverkusener Abwehr zu knacken.
Hoffnungsträgerin: Kirchhofs Rechtsaußen Anamarija Boras (r. gegen Aldekerks Fabienne Huppers) soll helfen, die starke Leverkusener Abwehr zu knacken. © Richard Kasiewicz

„Werkselfen“ werden die Handballerinnen von Bayer Leverkusen genannt. Martin Schwarzwald hat sie trainiert. Ein Jahr lang (von November 2020 bis Dezember 2021). In der ersten Liga. Nun gibt es in der dritten Liga ein Wiedersehen.

Kirchhof/Leverkusen - Wenn der 36-jährige Trainer mit der SG 09 Kirchhof auf die Bundesliga-Reserve der Rheinländerinnen (Sa. 19.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) trifft. „Ein dickes Brett“, sagt der A-Lizenz-Inhaber über den Gegner. Und weiß natürlich, wovon er spricht. Von einem Pool von 26 hervorragend ausgebildeten Spielerinnen, darunter der Stamm der Mannschaft, die in der letzten Saison Deutscher A-Jugend-Meister wurde, drei Junioren- und vier Jugend-Nationalspielerinnen. Mit 10:8-Punkten laut Trainerin Jenny Karolius bisher „im Soll“, so dass der Talentschuppen beim Tabellenvierten „völlig frei“ aufspielen kann.

Der Druck liegt in der Tat bei den Gastgeberinnen, die sich im Vierkampf um die ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigen, keine Blöße geben dürfen. Bis zum vermeintlichen Gipfel gegen den BVB II am 7. Januar sollen, so der SG-Coach, wenn möglich vier Siege her. Zuversichtlich stimmt die leichte personelle Entspannung, schließlich hat die SG zwölf Spielerinnen zur Verfügung, wovon allerdings Carlotta Fege (Bänderverletzung) angeschlagen ist.

Carlotta Fege fraglich

Die größte Herausforderung gegen den Tabellenfünften dürfte die kompakte 6:0-Deckung der Leverkusenerinnen vor der überragenden Torfrau Nele Vogel sein, deren Ballgewinne der Ausgangspunkt für eine explosive erste und zweite Welle sind. Gegen die gilt es laut Schwarzwald „mit einem klaren Plan“ vorzugehen, dabei die gesamte Spielfeldbreite zu nutzen, um so auch die immer mehr auftrumpfenden Außen Julie Hafner und Anamarija Boras in Szene zu setzen.

Die Werkselfen sind aber auch in der Lage, im Positionsangriff sowohl aus der zweiten Reihe (Antonia Hölzer, Judith Bona, Patricia Nikolic) wie aus der Nahwurfzone über Kreisläuferin Sophie Pickrodt und Rechtsaußen Christin Kaufmann Druck und entsprechende Torgefahr zu entfalten.

Auch gegen die eher ungewohnte (spanische) 5:1-Deckung der Kirchhoferinnen? Kirchhofs Trainer setzt auf den Überraschungsfaktor. Darauf, durch intelligentes und antizipative Verteidigen Fehler zu provozieren, um diese dann zu leichten Toren per Tempogegenstoß zu nutzen. Um die „Werkselfen“ zu entzaubern und weiter am eigenen Aufstiegstraum zu arbeiten. (von Ralf Ohm)

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