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Wie gut sind die Wildunger Vipers in dieser Saison wirklich? - Neckarsulm kommt als Gradmesser

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Wehrhaft sein: Wenn die Wildunger Torfrauen gegen Neckarsulm einen guten Tag erwischen könnte für die Vipers auch gegen diesen Gegner Punkte drin sein. Das Bild zeigt Manuela Brütsch, die den Wurf von Svenja Mann (Neckarsulm) pariert.
Wehrhaft sein: Wenn die Wildunger Torfrauen gegen Neckarsulm einen guten Tag erwischen könnte für die Vipers auch gegen diesen Gegner Punkte drin sein. Das Bild zeigt Manuela Brütsch, die den Wurf von Svenja Mann (Neckarsulm) pariert. © Kaliske

Die Sport-Union aus Neckarsulm ist derzeit vielleicht der optimale Gegner für die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers. Nach diesem Bundesligaspiel (Samstag, 19 Uhr) können sich die Badestädterinnen möglicherweise folgende Frage beantworten: Wie gut sind wir in dieser Saison wirklich?

Bad Wildungen – In der jetzigen Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer scheint ein Leistungsvermögen zu stecken, das dazu befähigt, Teams zu schlagen, gegen die man einen Sieg nicht für möglich gehalten hätte.

„Es wäre vermessen zu sagen, dass wir mit Neckarsulm sportlich auf Augenhöhe sind, finanziell sind wir es auf keinen Fall“, betont Bremmer, „aber es ist für uns ein Gegner, den wir an einem gute Tag durchaus besiegen können.“ Ihre Mannschaft sei zwar gut in die Saison gestartet, habe aber bisher in keinem Spiel ihre beste Leistung erreicht.

Bremmer: „Es wäre cool, so ein Spiel auch mal zu gewinnen“

Neckarsulm sei durchaus ein Gradmesser für ihre Spielerinnen, an dem sie feststellen könnten, ob die Mannschaft einen Schritt nach vorn gemacht habe. „Es wäre schon richtig cool, so ein Spiel auch mal zu gewinnen“, erzählt die Trainerin.

Die Vipers haben beim letzten Aufeinandertreffen im April in Neckarsulm beim 33:33 den Sieg verschenkt. Doch diese Mannschaft ist mit der heutigen Neckarsulmer Formation nicht mehr zu vergleichen. Neun Spielerinnen gingen, elf kam hinzu. Darunter auch die Vipers-Spielerin Munia Smits, die aber bisher bei ihrem neuen Verein noch nicht das Spielglück gefunden hat. Zunächst saß sie mehr auf der Bank und dann verletzte sie sich an der Schulter, sodass sie in Wildungen kein spielerisches Wiedersehen mit ihren Ex-Teamkolleginn feiern kann.

„In dem jetzigen Neckarsulmer Team steckt noch mehr Qualität als im alten“, meint Bremmer. Diese neuformiert Mannschaft zu analysieren ist für die Vipers-Verantwortlichen auch schwer, denn Neckarsulm hat in der laufenden Saison erst zwei Bundesligaspiele bestritten und dadurch steht nur wenig Videomaterial zur Verfügung.

Maren Gajewski erstmals im Kader

Das sei schon ein Nachteil, gibt Bremmer zu, aber „wir sind sowieso keine Mannschaft, die den Gegner von oben bis unten durchanalysiert, weil ich glaube, dass meine Mädels dann zu viel im Kopf blockiert sind. Wir müssen uns auf uns konzentrieren.“ Die wenigen Spiele der Neckarsulmerinnen bislang könnten auch ein Vorteil für die Vipers sein, weil sie den besserern Spielrhythmus haben.

Bremmer beschreibt Neckarsulm als ist eine sehr groß gewachsene Mannschaft, mit vielen guten Einzelspielerinnen, die aber noch nicht perfekt eingespielt sind und im Laufe der Saison noch stärker würden. Außerdem seien sie im Tor extrem gut besetzt.

Für eine Vipers-Spielerin dürfte die Vorfreude auf dieses Spiel besonders groß sein: Rechtsaußen Maren Gajewski steht nach ihre monatelangen Schulterverletzung erstmals im Kader. Dafür muss erneut Anouk Nieuwenweg passen. Sie wurde am Mittwoch am Knie operiert. „Nichts schlimmes, die Ärzte haben alles nur geglättet“, sagt Bremmer.

Logvin: „Wildungen ist eine interessante Mannschaft“

Ambitioniert, gut ausgebildet, guter Überblick. Das Handballspiel der Anika Hampel hat es Tanja Logvin angetan.

Die Trainerin der Sport-Union Neckarsulm hat die Spielweise des neuen Wildunger Teams schon gut analysiert und sie findet, dass die neue Spielmacherin das Vipers-Spiel „attraktiver und noch schneller macht“. Wildungen sei „eine sehr interessante Mannschaft“.

Allerdings ist Logvin auch von ihrer eigenen Mannschaft sehr angetan. „Ich habe unglaublich gute Spielerinnen, habe sie alle selbst geholt und nun liegt es an mir, aus ihnen einen gute Mannschaft zu machen“, sagt Logvin und aus ihrer Stimme ist auch die Lust herauszuhören mit diesen Spielerinnen zu arbeiten. „Wir können gemeinsam viel erreichen.“

Doch so weit ist die Trainerin noch nicht, denn die Sport-Union hat erst zwei Ligaspiele bestritten. „Wir müssen noch zusammenfinden“, betont die Neckarsulmer Trainerin und „ich hoffet, dass wir im Januar so weit sind.“ rsm

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